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Mühlviertel




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Landschaftsschutzgebiet Pregarten – Wartberg od der Aist


Wandern im Feldaisttal Natura Trail Feldeistweg


908_a_Wandern-90Hm-3,5h-90km_Pregarten Weg P6, Wartberg od der Aist, durch das Feldaisttal_2a.doc

Auf meiner Seite www.wandern-oe.at

Elfriede Fritz 2014-10-08 11:30 Abfahrt Wels

http://www.pregarten.at/Wandern.380.0.html

Unteres Feldaisttal (P6): Wanderweg_P6.pdf

Beschreibung:

Eine 3,5h Pensionisten-Wanderung durch den Laubwald eines tief eingeschnittenen Flusstals.
Das Wasser zwängt sich schäumend durch Reihen mächtiger Felsblöcke und bildet gewaltige Katarakte.
Hier erlebt der Wanderer fantastische Wollsackverwitterungen an den Steilwänden des Tales, dessen Hänge mit Blockhalden übersät sind.

Der Weg und seine Besonderheiten:

Der Bach scheint über die mannshohen Granitblöcke, die in sein Reich eingedrungen sind, erzürnt zu sein.
Zischend und kochend bahnt er sich seinen Weg zwischen den stummen Kolossen.
Weiter flussabwärts legt sich allerdings sein Zorn, friedlich und entspannt lässt er jetzt den mitgerissenen Sand und Schotter fallen; so entstehen sanfte Bänke, eine unwiderstehliche Verlockung für Badehungrige.
Die Wanderung beginnt in Pregarten.
(A7 aus Richtung Linz, nach Ende der Autobahn weiter Richtung Bad Zell).
Kurz nach der Ortseinfahrt passiert man das grüne Raiffeisen-Lagerhaus „Bau- und Gartentechnik“.
Da kann man an einer kleinen Verbindungsstraße neben dem Lagerhaus das Auto parken.
Von dort folgt man dem rechten Ufer zum sehr gut markierten Wanderweg.
Eine Schautafel bei der nahen Teufelsmauer erläutert, wie die Felsblöcke in das Flussbett gelangt sind:

Einst errichtete der Teufel eine Mauer, um einem Müller das Wasser abzusperren.
Sein Werk war noch unvollendet, als der Hahn krähte. Da Luzifer bekanntlich nur bei Nacht arbeiten darf, stürzte die Mauer in das Gewässer.


Beim Ort Klausmühle beginnt das Landschaftsschutzgebiet, eine große Schautafel informiert über seine Naturgeschichte.
Hier, so erfahren wir, durchbricht die Feldaist eine Scholle des Weinberger Granits und bildet ein tief eingeschnittenes Tal, eine Talform, die für Granit und Gneis typisch ist.
Die Wollsackverwitterung (abgerundete aufeinander gestapelte Steinblöcke), die uns häufig begegnet, ist vor Jahrmillionen erfolgt, als das Gestein noch unter der Erde lag
(für nähere Erklärungen siehe Beitrag „Naturpark Rechberg“).
Weitere Verwitterungsprozesse sind für die Felsblöcke verantwortlich, die die Talhänge übersäen und schließlich, nach jahrhundertlanger Talfahrt, im Bachbett landen (siehe Beitrag „Kleines Kößlbachtal“).
Der Weg (Nr. 170, rot-weiß-rot) ist sehr gut markiert und verläuft anfangs ganz eben, steigt aber auch öfters 10m leicht an.
Mehrere Bank lädt zum Verweilen ein.
Setzen wir den Weg fort, kommen wir zum einstigen Standort der „Notmühle“.
Selbst bei größter Wassernot konnte man hier, wie uns eine Lehrtafel informiert, sein Korn mahlen.
Der Betrieb wurde Anfang des 20. Jh. eingestellt, nun sind auch die letzten Mauerreste verschwunden.
Hier ändert sich die Zusammensetzung des Waldes, zwischen den Hainbuchen treten öfters Fichten hervor und man findet hin und wieder eine Schwarzerle.

Einige Schritte weiter erscheint der „Jungfernsprung“, wo sich einst die Tochter eines Burgherrn das Leben genommen hat; ihre Eltern hatten ihr verboten, ihren Geliebten zu heiraten.

Nun führt der Weg über eine Brücke (Jahnsteg) auf die andere Bachseite, gemütliches Jausenplatzerl wir bestaunen riesige Granitblöcke im Bachbett.
An den Seiten des Tales stechen 7m hohe Felsformationen mit ausgeprägten Wollsackverwitterungen ins Auge.
Während die einen das Klettern üben, widmen sich die anderen dem Badevergnügen oder sonnen sich auf den Sandbänken.
Am Ende des Weges bei der Feldaist-Brücke Kriehmühle weist ein Schild zu einer ehemaligen hochgelegenen Burgruine.
Auf der anderen Bachseite  die Jausenstation Kriehmühle.
(erstmals 1230 urkundlich erwähnt, von Jänner bis November geöffnet, Montag Sperrtag). http://www.kriehmuehle.at/
Wer noch nicht zurückkehren will, kann den Weg weiter fortsetzen oder von der Mühle Richtung Bahnhof Gaisberg aufsteigen
(lohnender Ausblick über die abwechslungsreiche Hügellandschaft mit Wäldern, Bauernhöfen und Weizenfeldern).

Wir sind die Wanderung allerdings von der Kriehlmühle aus gegangen.

Navi Eingabe: A-4231 Wartberg an der Aist, Kriehlmühlenweg 1

Parkmöglichkeit nicht am Gasthausparkplatz, es wird abgeschleppt sondern 50m davor.

Das Feldaisttal kurz gefasst

Charakteristik: Ein Tal mit weitgehend ursprünglichem Flusslauf, riesigen Steinblöcken im Bachbett und naturnahem Hangwald.

Tiere: Buntspecht (Steckbrief Seite 194), Mönchsgrasmücke

Geografie: Ca. 30 km östlich von Linz im südöstlichen Mühlviertel, tief eingeschnittenes Bachtal in einer abwechslungsreichen Hügellandschaft.

Der Wanderweg: 7,6 km Unsere 3,5h Pensionisten-Wanderung führte von Jausenstation Kriehmühle nach Pregarten zum Lagerhaus und den gleichen Weg zurück nach Kriehmühle )

Der Weg ist meist uneben und folgt dem welligem Gelände (10m auf und ab), erweist sich dennoch aber als leicht und ungefährlich.

Anreise: Von Wels nach Linz über die Autobahn A7 (CZ), weiter Richtung Bad Zell bis Pregarten.

Mit öffentlichem Verkehrsmittel: Summerauerbahn bis Wartberg; nach Pregarten Postbusverbindung ab Linz Hbf (Sonntags nur einmal).

Wir sind in der Bäckerei & Zuckerbäckerei Tauber in Pregarten (am Hauptplatz) eingekehrt. Ausgezeichnete Mehlspeisen 1A.  fritz und elfriede

Gastronomie/Hotellerie:

Wartberg:
Gasthaus „Aichinger“, Scheiben 3, Tel. 07236/2401
Gasthaus „Dinghofer“, Hauptstraße 35, Tel. 07236/2362
Gasthaus „Doppelhammer“, Frensdorf 4, Tel. 07236/6957
Gasthaus „Blau-Weiss“, Arnberger Straße 6, Tel. 07236/3789
Jausenstation „Grasserbauer“ (Kriehmühle), Kriehmühlweg 1, Tel. 07236/6941
Gasthaus „Grunhacker“, Friensdorf 6, Tel. 07236/8650

Pregarten:
Gasthaus Pension „Haslinger“, Gutauer Straße 13, Tel. 07236/2286
Pension „Hofer“, Marktplatz 3, Tel. 07236/687818

Sehenswertes/Freizeitangebot:

Pregarten: Erlebnisbad „Lagune“, Heimatmuseum, Kulturzentrum Bruckmühle

Wartberg: Erdstall „Flehluckn`“, Wenzelskirche, Starhembergsche Gruft, Michaelskapelle

Ausflugsziele: Kurort Bad Zell

Auskunft: Gemeindeamt Pregarten (Wanderkarten erhältlich), Marktplatz 12, A-4230 Pregarten, Tel. +43 (0)7326 / 22550, mailto:gemeinde@pregarten.ooe.gv.at,  http://www.pregarten.at,

Gemeindeamt Wartberg ob der Aist, Hauptstraße 5,  A-4224 Wartberg ob der Aist, Tel. +43 (0)7236 / 3700-0, mailto:marktgemeindeamt@wartberg-aist.ooe.gv.at, http://www.wartberg-aist.at

http://www.natur-ooe.at/index_html?sc=113
http://maps.google.at
http://www.austrianmap.at/
http://www.doris.ooe.gv.at/viewer/(S(cope5n34zxib0j450fi3d445))/init.aspx?ks=alk&karte=Orthofotos
http://earth.google.de/download-earth.html
http://www.wandern.at


Der Rundweg durchs wilde Feldaisttal
Hier ist die Natur noch ursprünglich - mit ungebändigter Kraft braust der Fluss über und zwischen riesige Felsbrocken.
Wütend zischt und schäumt er über zahllose Kaskaden.
Das Eindringen der Gesteinsmassen in sein Reich hat ihn scheinbar in Rage versetzt.

Bei dieser 9 km langen Wanderung sind insgesamt 195 Höhenmeter zu überwinden.
Von einem Parkplatz des Raiffeisen Lagerhauses (410 Hm) in Wartberg ob der Aist, leitet uns ein Weg zur Klausmühle.
Besser ist es jedoch die Wanderung von der Jausenstation Kriehmühle zu beginnen - genau andersherum.
Wer einen alternativen Taleingang wählt, kann auf der anderen Flussseite landen, wo der Weg schwer zu begehen ist.
Hier, wo der Fluss ein tief eingeschnittenes Tal bildet, beginnt der imposanteste Teil der Wanderung.
An den Talflächen bewundern wir mächtige Blockburgen.
Viele der abgerundeten Felsen haben sich von ihnen getrennt und ihren Weg zum Flussbett gefunden.
Das Wasser tut sich schwer, sich einen Durchgang zu bahnen. Wie vor Wut schäumend, braust es über die Eindringlinge hinweg.
Schließlich erreichen wir die Jausenstation Kriehmühle, steigen steil auf der Straße hinauf und folgen dem Aisttal-Wanderweg Nr. 2.
Vom Kalvarienberg aus genießen wir einen lohnenden Ausblick.
Der Weg ist nur bis Wartberg beschildert. Beim Friedhof am Ortsrand führt uns ein kaum sichtbarer, unmarkierter Pfad hinunter zur Hauptstraße, dann über die Klausmühle zum Ausgangspunkt zurück.





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