Direkt-Toner-Methode

http://sites.prenninger.com/elektronik/platinen-selber-herstellen/direkt-toner-methode

http://www.linksammlung.info/

http://www.schaltungen.at/

                                                                                          Wels, am 2014-10-01

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     Platinen ätzen mit der Direkt-Toner-Methode

                Platinen selber herstellen

Lochrasterplatinen FR-4 - Punktrasterplatinen - Streifenleiterplatinen - HF-Platinen

Verdrahtungsmethoden

Freie Verdrahtung - Fliegende Verdrahtung - Starre Verdrahtung - Streifenleiter-Technik - Wire wrap - Fädeln (Vero Wire) -


  • Layout erstellen und auf Folie mittels Laserdrucker drucken (spiegelverkehrt).
  • Folie auf Scheibe des Belichtungsgerätes legen, sodass die Tonerseite hin zur Platine zeigt (UV-Röhren sind unter der Scheibe.
  • Schutzfolie von Platine abziehen und Platine auf Folie legen und ausrichten
  • Platine Belichten. Bei Doppelseitigen Platinen bin ich mir noch unsicher ob ich den Vorgang einfach wiederholen kann mit der Schwarzen Schaumgummimatte im Belichtungsgerät oder ob ich da die erste Seite wieder zerstöre. Ich habe auch was von anzufertigenden Taschen, bestehend aus den bedruckten Layouts beider Seiten gehört, in welche die Platine rein muss und dann belichtet wird...
  • Platine entwickeln in Ätznatronlösung unter Beachtung aller Sicherheitshinweise, da ätzend
  • Platine gut in Dest-Wasser spülen.
  • Dann Platine ätzen in Natriumpersulfat bei ca. 45°C.
  • Platine danach wieder ordentlich abspülen und trocknen lassen
  • Löcher bohren
  • Restlichen Fotolack auf der Platine mit Aceton entfernen und somit auch Leiterbahnen und Pads von Korrosion befreien
  • Lötlack drauf


https://de.wikibooks.org/wiki/Platinen_selber_herstellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Leiterplatte



              PCB Die Bügelmethode

Platinen ätzen mit der Direkt-Toner-Methode

Leiterbahnen bis runter auf 0,254 mm.

Platinen ätzen - Platinen selbst herstellen auf eine einfache und schnelle Weise, ohne belichten und entwickeln. Ausführliche Beschreibung mit Bildern und Video.

https://www.ccchb.de/wiki/Platinen_ätzen
https://www.transkommunikation.ch/dateien/schaltungen/diverse_schaltungen/electronics_infos/Platinenherstellung.pdf
http://www.sebastianweidmann.de/index.php?option=com_content&view=section&id=4&layout=blog&Itemid=6

Ich möchte gar nicht wissen wieviele tausende Stunden schon mit fehlgeschlagenen Experimenten mit der Tonertransfermethode verschwendet wurden.
Manchmal gehts und machmal nicht, und die Struktur sollte auch nicht zu fein sein.
So macht das natürlich keinen Spaß.
Am besten macht man es gleich richtig, und das ist nunmal für zu Hause die Belichtungsmethode.
Bitte jetzt keine Berichte zu "Erfolgen".
Ich weiss das irgendwer, irgendwann und irgendwo mal irgendeine Platine so hergestellt hat.
Es bleibt ein frustierendes Glücksspiel.


Die Übernahme von auf Papier gedruckten Platinenlayouts auf das Basismaterial ist entweder teuer (fotografisch) oder umständlich (Durchpausspray) und im zweiten Fall oft nur mit mangelhaften Resultaten möglich.
Dies ändert sich, wenn man die Transferfolie TEC 200 verwendet.
elektor  Heft 11/1994 auf Seite 70

Manchmal würde man schnell mal eben eine Platine ätzen.
Das ist leider nicht so einfach. Insbesondere beim Belichten kann viel schief gehen, so dass man schon mal ein paar Versuche benötigt bis man brauchbare Ergebnisse erhält.

Die im folgendenden beschrieben Tonertransfermethode verzichtet daher einfach auf den Belichtungs und Entwicklungsschritt. Anstatt des Photolacks wird Laserdrucker-Toner als Ätz-Resist benutzt.
Das Layout wird dazu auf geeignetes Papier gedruckt und auf die Leiterplatte aufgebügelt. Anschließend wird das Papier wieder abgelöst - der Toner verbleibt auf dem Kupfer. Darauf folgt der Ätzvorgang.

Material:

  • Laserdrucker (bei mir ein HP Laserjet 1010)
  • Bügeleisen
  • Aceton (gibt's im Baumarkt)
  • Epoxyd Platine mit Kupferbeschichtung, ohne Fotolack (z.B. Reichelt EPCU 160X100)
  • Ätzmittel (z.B. Natriumpersulfat)

1. Layout ausdrucken

Das Layout wird mit dem Laserdrucker auf eine Seite Reichelt-Kalaog gedruckt. Falls es Probleme mit Papierstaus gibt, kann man die Katalogseite am oberen Rand einfach mit Pritt-Stift auf ein Din-A4-Blatt kleben (gut trocknen lassen !).
Die Leiterbahnen auf der fertigen Platine sind gegenüber dem Ausdruck spiegelverkehrt. Das Layout muss also ggf. gespiegelt werden (Schrift nicht lesbar).
Zum Erstellen der Layouts verwende ich übrigens Eagle von Cadsoft.

Warum denn ausgerechnet Papier aus dem Katalog eines Elektronik-Versenders ?
Nun, nicht jedes Papier ist so wirklich zum aufbügeln geeignet.
Normales Schreibmaschinenpapier geht zum Beispiel gar nicht. Es ist nicht glatt genug, "saugt" den Toner in sich auf und wellt sich auch bei Erwärmung und Feuchtigkeit.
Am besten geeignet sind veredelte, glatte Papiere die sich leicht gummiartig anfühlen. Einige schwören auf die Seiten aus dem Spiegel, Overheadfolie, Faxpapier oder dem Trägerpapier von Aufklebern. Mit dem Reichelt-Katalog habe ich persönlich jedoch die besten Erfahrungen gemacht.


Bild 1: Ausgedrucktes Layout

2. Zurechtschneiden und ausrichten

Die Kupferseite der Platine wird mit Aceton von Staub, Fett und evtl. Fotolack befreit. Das ist wichtig, sonst hält darauf der Toner nicht.
Das Layout wird ausgeschnitten und mit der bedruckten Seite auf die Platine gelegt. Hierbei sollte man höllisch aufpassen das man keine Fingerabdrücke hinterlässt.
Falls nötig kann man das Papier mit einen kleinen Stück Tesafilm am Rand fixieren.


Bild 2: Das Layout wird mit der bedruckten Seite auf die Kupferfläche gelegt

3. Aufbügeln

Auf die Platine mit dem Layout wird ein Leinentuch gelegt (ich verwende dafür einen alten Einkaufsbeutel).
Anschließend wird das bedruckte Papier mit einem handelsüblichen Bügeleisen mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck aufgebügelt. Es empfiehlt sich dabei die Platine mehrmals etwas abkühlen zu lassen und dann die Platine um 90° zu drehen, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu bekommen.

Wichtig ist dabei die richtige Temperatur. Ist sie zu hoch, wird der Toner zu flüssig und die Leiterbahnen verlaufen. Ist sie zu niedrig, hält der Toner nicht auf dem Kupfer.
Bei mir hat sich eine Einstellung zwischen "Wolle" und "Seide" bewährt.


Bild 3: Das Layout wird mit leichtem Druck auf die Platine aufgebügelt

4. Papier ablösen

Die Platine wird nach dem abkühlen in einen Teller mit kaltem Wasser und einem Tropfen Spülmittel gelegt.
Das Papier kann man nach ein paar Minuten im Wasser mit dem Finger vorsichtig abrubbeln.
Stellt man jetzt fest, dass sich die Leiterbahnen ablösen (Temperatur zu klein) oder das diese verlaufen sind (Temperatur zu groß) entfernt man den Toner mit Aceton und versucht es noch einmal: GOTO 1

Bei späteren Versuchen stellte sich heraus das anstatt der Seifenlösung auch Badreiniger sehr gut geeignet ist. Dieser löst die Papierfasern teilweise auf. Dadurch kann man das Papier leichter entfernen und hat bei kleinen Zwischenräumen keine Probleme mehr mit hängen gebliebenen Papierfasern.


Bild 4: Nach ein paar Minuten einweichen lässt sich das Papier leicht abrubbeln

5. Einbrennen/Verdichten (optional)

Hat man das Papier grob abgelöst, kann man den Toner optional noch einmal "einbrennen". Dazu spannt man das Bügeleisen kopfüber in einen Schraubstock, stellt dieses auf Maximum und legt die trockene (!) Platine für ein paar Minuten darauf.
Der Toner wird dabei noch einmal flüssig. Dadurch werden kleinste Löcher geschlossen und der Toner verbindet sich optimal mit dem Kupfer.
Nach dieser Behandlung ist der Toner so fest auf der Platinenoberfläche das man ihn mit dem Fingernagel schon fast nicht mehr abgekratzt bekommt.


Bild 5: Die Platine wird auf das heiße Bügeleisen gelegt

6. Ätzen

Jetzt wird die Platine in das Ätzbad gelegt. Geätzt wird bei mir mit Natriumpersulfat (ca. 100g auf 0,5 Liter) da es nicht so herum saut wie Eisen-III-Chlorid und man sehen kann wie weit die Platine ist. Mit Salzsäure und Wasserstoffperoxyd geht es schneller - da mache ich seit den schwarzen Brandflecken im Tisch allerdings einen großen Bogen drum ;-)
Als "Ätzmaschine" nehme ich, ganz unkonventionell, einen alten Putzeimer der über einem Wasserbad auf 40-50°C erwärmt wird.


Bild 6: Ätzen mit NaPS im Putzeimer

7. Fertig

Nach dem Ätzen muss die Platine nur noch von dem Toner befreit werden. Das geht wieder hervorragend mit einem Aceton-getränkten Lappen.
Danach kann die Platine gebohrt und wenn man möchte verzinnt werden.


Bild 7: Geätzte Platine mit Toner



Bild 8: Fertige Platine

Video Tutorial

Das Tonertransfer-Verfahren als Video-how-to (einseitig, Laminator, mit verzinnen). Das Video läuft in 4-facher Zeitraffer und ist im Original ca. 20min lang.

Video 1: Platinen Herstellung in 20min. (4x Zeitraffer)

Taugt die Methode denn was ?

Ich habe damit problemlos mehrere Euro-Platinen, teilweise mit TQFP-SMD-Bauteilen, geätzt.
Mit unterbrochenen Leiterbahnen gab's noch nie Probleme.
Zum Test habe ich mal 3 mil (0,0762mm) Leiterbahnen (!) geätzt. Das würde ausreichen um zwischen den Beinchen eines LQPF-SMD-Bauteils noch eine Leiterbahn durchzuführen...

Noch etwas besser und einfacher als mit dem Bügeleisen, geht es mit einem modifizierten Laminiergerät.

Damit lassen sich auch problemlos zweiseitige Platinen herstellen.

Übrigens: Die Platinen der verschiedenen Projekte auf dieser Website sind nahezu alle mit dem hier beschriebenen Arbeitsablauf selbst hergestellt worden.

Update:

Optimales Papier, optimale Temperatur

Das optimale Papier und die optimale Temperatur beim aufbügeln scheint sehr stark von dem Druckertyp bzw. dem verwendeten Toner abzuhängen. Es lohnt sich also, einfach mal verschiedene Papiersorten durch zu probieren. Hier eine kleine Tabelle mit bekannten Drucker-Papier Kombinationen:

Drucker Toner Temperatur Papier Bemerkung
Brother HL-1430 Original ? RS-Katalog  
Brother HL-2030 Original Bügeleisen 100% Reichelt- u. Pollin-K. Probleme mit Masseflächen
Brother HL-2030 Original Bügeleisen 100% GEO (weißer Hintergrund)  
Brother HL-5050 Original Bügeleisen 100% KS-Katalog Druckdichte: sehr dunkel
Brother HL-5150 Original Bügeleisen 100% ? Druckdichte: sehr dunkel
Canon LBP2900 Original Laminator 125-130°C Reichelt-Katalog "gut bis sehr gut"
HP 5170 DN Original Aldilaminator 195°C Folie 5-8 Durchgänge durch den Laminator
HP Laserjet 3P Original 220°C Reichelt-Katalog Probleme mit Masseflächen
HP Laserjet 1010 Refill (noname) 190°C Reichelt-Katalog 1a Ergebnisse
HP Laserjet 1022 Original   Reichelt-Katalog funktioniert bestens
HP Laserjet 1022 Original Bügeleisen, Wolle-Seide Fotopapier: "Laser High Glossy (PU)" Gut einweichen, Masseflächen sauber
HP Laserjet P2015 Original Laminator ca 190° Reichelt-Katalog  
HP Laserjet P2055dn Original Bügeleisen, Baumwolle-Leinen Katalogseiten (verschiedene),  
HP Laserjet 2420n Original Bügeleisen, Wolle-Seide Reichelt-Katalog Leiterbahnen akzeptabel, Masseflächen schlecht
HP Laserjet 3380 Original Bügeleisen 90% Deckblatt iX, c't etc.  
HP Laserjet 4050 Refill Bügeleisen 100% Reicheltkatalog Mit sehr starkem Druck ca 90 Sek.
HP Laserjet 5P Original Laminiergerät 3-5mal bei 125° Reicheltkatalog  
HP Laserjet 6P Canon EP-A Bügeleisen 100% Reicheltkatalog Leiterbahnen >0.25mm kein Problem, keine Löcher
Konika-Monilta MC2550 Original Bügeleisen 100% Transferfolie (welche?) Toner haftet manchmal nicht
Kyocera FS-1010 Original Bügeleisen 195°C Reicheltkatalog
Kyocera FS-C5100DN Original Bügeleisen 80% Otto-Katalog Lässt sich gut abziehen. Farbreste mit Spirtus abwischen.
Lexmark Optra E112 Original ? Avery Zweckform Trägerpapier  
Lexmark Optra E232 Original Bügeleisen 80% Der Spiegel Kein rubbeln nach dem Spülibad nötig - einfach abziehen
Lexmark Optra E340 Original Bügeleisen 100% Conrad Katalog Seite 4-5min. mit langsam kreisenden Bewegungen bei ca. 4-5kg Druck. Masseflächen und Linien perfekt.
Lexmark Optra S 1255 Original Laminator, 170°C, 2-8x Reichelt "Super Ergebnis"
Nashuatec DSm615 Original Bügeleisen, Leinen Werder-Magazin (ähnlich ct-Deckblatt aber dünner)  
Samsung CLP-300N Original Bügeleisen 90% Deckblatt IX, c't etc.  
Samsung CLP-300 Original Bügeleisen 100%, ca 1min. Reicheltkatalog  
Samsung CLP-510N Original Bügeleisen 90% Focus Seite, ca. 3min 10mil sind kein Problem
Samsung CLP-600N Original Bügeleisen 90% Zweckform Color Laser Premium Photo Papier (2698)  
Samsung ML2010 Original Bügeleisen Wolle (130°C) Hornbach Katalog Badewannen-Acryl Lässt sich an einem Stück abziehen
Samsung ML4600 Original Bügeleisen (Leinen/Baumwolle) Reicheltkatalog >0.7mm kein Problem
Samsung SCX-4500 Original Laminator (unmodifiziert) Reichelt-Katalog  

Ich würde mich auf Rückmeldungen freuen, um die Tabelle zu erweitern.
Danke an Carsten, Yannik, Ole, Jonas, Enrico, Christian, Kay, Dominik, Michael, Nicola, Ralf, Alex, Andreas, Ahment, Daniel, Felix, Max, Niklas, Simon, Milan, Jürgen, Steffen, Rainer, R.G., Kai, Dennis, Matthias, Markus E. und Mäxx.

Typische Fehlerursachen

  • Zu heiß und zu kurz gebügelt (Toner haftet dann nicht). Da es eine Weile dauert bis sich die Wärme durch das Papier verteilt hat, kann man ruhig länger drauf halten (1-3 min.).
  • Kupferfläche nicht sauber (Fingerabdrücke!). Es wurde berichtet, dass die Küchentücher eines Herstellers in Verbindung mit Aceton einen Schmierfilm hinterlassen.
  • Die Platine mit Topfreiniger oder grobem Schleifpapier anzurauhen ist keine gute Idee. Die dadurch entstehenden Riefen führen zu Rissen in den Leiterbahnen. Besser: Platine reinigen und kurz anätzen.
  • Einweichen zu kurz. Das Papier sollte schon gut durchgeweicht sein.

Bestückungsaufdruck

Mit der Tonermethode lässt sich auch problemlos ein Bestückungsaufdruck realisieren (Danke an Philipp für den Hinweis), wie das folgende Bild zeigt. Wenn man den Toner anschließend, wie unter "5. Einbrennen" beschrieben, noch einmal erwärmt, wird der Druck sogar recht kratzfest.


Bild 10: Bestückungsaufdruck auf einer ungebohrten Platine

Ätzen von Metallblechen

Prinzipiell sollte es mit der beschriebenen Methode auch mögliche sein, dünne Metallbleche zu ätzen. Auf ähnliche Weise werden z.B. feinste Blechteile aus Messing oder Kupfer für den Modellbau hergestellt. Denkbar wäre auch die Herstellung von Lötpasten-Masken, wie sie beim Reflow-Löten von SMD-Bauteilen benötigt werden.


Quelle
http://thomaspfeifer.net/platinen_aetzen.htm






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     Platinen ätzen mit der Direkt-Toner-Methode


Mit der Direkt-Toner-Methode kann man schnell und einfach seine eigenen Platinen herstellen.
Details, was man alles benötigt und wie man hier vorgeht, erfahrt Ihr in diesem Tutorial.

Folgendes Material wird benötigt:
Laserdrucker
Bügeleisen
Aceton
Epoxyd-Platine mit Kupferbeschichtung, OHNE Fotolack
Ätzmittel (Beispielsweise Natriumpersulfat)
Lötlack SK10 (Optional – Die Platine kann dadurch nicht mehr Oxydieren)

1. Software
Wenn Du bereits auf einem Breadboard deine Schaltung getestet hast und alles so funktioniert wie es sollte, kannst Du dich daran machen, eine eigene Platine für die Schaltung herzustellen.
Dazu benötigen wir zuerst einmal eine Software:
Hier im FabLab arbeiten wir meist mit EAGLE oder Fritzing.
Beide Software-Pakete sind Freeware mit gewissen Einschränkungen.
Bei EAGLE ist es die Größe (max.100x80mm)  und bei Fritzing kann es passieren, dass das eine oder andere Bauteil fehlt, welches man sich ggf. via Library hinzufügen kann.
Man kann natürlich auch ein CAD-Programm (Eagle) nutzen und die Elemente selber erstellen und zeichnen.

2. Layout ausdrucken
Das Layout wird mit dem Laserdrucker auf eine Katalog-Seite gedruckt.
Katalog-Seite deshalb, da es sich hier meist um ein sehr dünnes und leichtes Papier handelt, hierzu aber später.

Falls es Probleme mit Papierstaus gibt, kann man die Katalogseite am oberen Rand einfach mit UHU-Stift auf ein Din-A4-Blatt kleben (gut trocknen lassen!).
Die Leiterbahnen auf der fertigen Platine sind gegenüber dem Ausdruck spiegelverkehrt.
Das Layout muss also ggf. gespiegelt werden (Schrift nicht lesbar).

                                           Platzhalter Abbildung 1

2. Zurechtschneiden und ausrichten

Die Kupferseite der Platine wird mit Aceton von Staub, Fett und evtl. Fotolack befreit.
Das ist wichtig, sonst hält darauf der Toner nicht.
Das Layout wird ausgeschnitten und mit der bedruckten Seite auf die Platine gelegt.
Hierbei sollte man höllisch aufpassen, dass man keine Fingerabdrücke hinterlässt.

Falls nötig, kann man das Papier mit einen kleinen Stück Tesafilm am Rand fixieren, so dass das ausgedruckte Layout auf der Platine nicht mehr verrutschen kann.

                                             Platzhalter Abbildung 2

3. Aufbügeln
Auf die Platine mit dem Layout wird nun ein Alu-Folie (Haushaltsfolie) und ein Leinentuch (Leinen-Einkaufstasche / Taschentuch) gelegt.
Achtung:
hier bitte keine Chemiefasern wie Polyester, Misch-Fasern oder Nylon verwenden.
Diese können schmelzen und das ganze Vorhaben zerstören!!! Am besten eignet sich hier Baumwolle.

Anschließend wird das bedruckte Papier mit einem handelsüblichen Bügeleisen mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck aufgebügelt.
Es empfiehlt sich dabei, die Platine mehrmals etwas abkühlen zu lassen und dann die Platine um 90° zu drehen, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu bekommen.

Wichtig ist dabei die richtige Temperatur. Ist sie zu hoch, wird der Toner zu flüssig und die Leiterbahnen verlaufen.
Ist sie zu niedrig, hält der Toner nicht auf dem Kupfer.
Bei mir hat sich eine Einstellung zwischen „Wolle“ und „Seide“ bewährt.



                                         Platzhalter Abbildung 3

4. Papier ablösen
Die Platine wird nach dem Abkühlen in einen Teller mit kaltem Wasser und einigen Tropfen Spülmittel gelegt.
Das Papier kann man nach ein paar Minuten im Wasser mit dem Finger vorsichtig abrubbeln.
Stellt man jetzt fest, dass sich die Leiterbahnen ablösen (Temperatur zu niedrig) oder dass diese verlaufen sind (Temperatur zu hoch) entfernt man den Toner mit Aceton und versucht es noch einmal: GOTO 1
Bei späteren Versuchen stellte sich heraus, dass anstatt der Seifenlösung auch Badreiniger sehr gut geeignet ist.
Dieser löst die Papierfasern teilweise auf.
Dadurch kann man das Papier leichter entfernen und hat bei kleinen Zwischenräumen keine Probleme mehr mit hängengebliebenen Papierfasern.

                                         Platzhalter Abbildung 4


4.1 Einbrennen/Verdichten (optionaler Schritt)
Hat man das Papier grob abgelöst, kann man den Toner optional noch einmal „einbrennen“.
Dazu spannt man das Bügeleisen kopfüber in einen Schraubstock, stellt dieses auf Maximum und legt die trockene (!) Platine für ein paar Minuten darauf.
Der Toner wird dabei noch einmal flüssig.
Dadurch werden kleinste Löcher geschlossen und der Toner verbindet sich optimal mit dem Kupfer.
Nach dieser Behandlung ist der Toner so fest auf der Platinenoberfläche, dass man ihn mit dem Fingernagel schon fast nicht mehr abgekratzt bekommt.

                                         Platzhalter Abbildung 5



5. Ätzen
Jetzt wird die Platine in das Ätzbad gelegt.
Geätzt wird bei mir mit Natriumpersulfat (ca. 100g auf 0,5 Liter) da es nicht so herumsaut wie Eisen-III-Chlorid und man sehen kann, wie weit die Platine ist.
Mit Salzsäure und Wasserstoffperoxyd geht es schneller – da mache ich seit den schwarzen Brandflecken im Tisch allerdings einen großen Bogen drum
Als „Ätzmaschine“ nehme ich, ganz unkonventionell, einen alten Putzeimer, der über einem Wasserbad auf 50-60°C erwärmt wird.

                                          Platzhalter Abbildung 6

6. Fertig
Nach dem Ätzen muss die Platine nur noch von dem Toner befreit werden.
Das geht wieder hervorragend mit einem Aceton-getränkten Lappen.

Momentan verzinne ich die Platinen mit "ROSOL 3" von Fa. Rothenberger  (eine Fitting Lötpaste aus dem Baumarkt).


Bestückungsaufdruck
Mit der Tonermethode lässt sich auch problemlos ein Bestückungsaufdruck realisieren (Danke an Philipp für den Hinweis), wie das folgende Bild zeigt.
Wenn man den Toner anschließend, wie unter „5. Einbrennen“ beschrieben, noch einmal erwärmt, wird der Druck sogar recht kratzfest.
Typische Fehlerursachen
Zu heiß und zu kurz gebügelt (Toner haftet dann nicht).
Da es eine Weile dauert, bis sich die Wärme durch das Papier verteilt hat, kann man ruhig länger drauf halten (1-3 min.).
Kupferfläche nicht sauber (Fingerabdrücke!).
Es wurde berichtet, dass die Küchentücher eines Herstellers in Verbindung mit Aceton einen Schmierfilm hinterlassen.
Die Platine mit Topfreiniger oder grobem Schleifpapier anzurauhen ist keine gute Idee.
Die dadurch entstehenden Riefen führen zu Rissen in den Leiterbahnen.
Besser:
Platine reinigen und kurz anätzen.
Einweichen zu kurz. Das Papier sollte schon gut durchgeweicht sein.

Ätzen von Metallblechen
Prinzipiell sollte es mit der beschriebenen Methode auch möglich sein, dünne Metallbleche zu ätzen.
Auf ähnliche Weise werden
z.B. feinste Blechteile aus Messing oder Kupfer für den Modellbau hergestellt.
Denkbar wäre auch die Herstellung von Lötpasten-Masken, wie sie beim Reflow-Löten von SMD-Bauteilen benötigt werden.

Tips, Tricks und Wissenswertes
Das optimale Papier und die optimale Temperatur beim Aufbügeln scheint sehr stark von dem Druckertyp bzw. dem verwendeten Toner abzuhängen.
Es lohnt sich also, einfach mal verschiedene Papiersorten durch zu probieren.

                                          Platzhalter Abbildung 7


Quelle
http://www.fablab-leoben.at/?p=835

https://www.minotech.de/forschung/technik-tipps/%C3%A4tzen-direkt-toner-methode/






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                Toner transfer Methode
PCB / Platinen ätzen mit der Direkt-Toner Methode (Schritt für Schritt)

                  geht nur mit Laser Drucker

   Sehr ausführlich, für meinen Geschmack sogar zu ausführlich ! ! !

Wie ätze ich selbst eine doppelseitige Platine mittels der Direkt-Toner-Methode.
Was wird benötigt: -
Laserdrucker - Bügeleisen - Natriumpersulfat - Platine mit Kupferbeschichtung ohne Fotolack - Aceton als Reinigungsmittel (Nitro) - Taschentuch - Haushalts Alufolie

Quelle
https://www.youtube.com/watch?v=-L1i9SnYGaU
https://www.youtube.com/watch?v=NUN-oy2iw2Y




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Saubere Direkt-toner Methode mit Overheadfolien




18mil Leiterbahnbreite = 0,457mm

Was man braucht
1)  Eagle-Ausdruck auf einer Laserdrucker-fähigen Overheadfolie;
2)  Leere Kupferplatine - Kupferkaschierte Leiterplatte ohne Fotolack;
3)  Bügeleisen;
4)  stabile Unterlage;
5) Haushalts Alufolie
6)  Leinentuch (Einkaufstüte / Taschentuch)
7)  Tesafilm;
8)  Tank mit Wasser (kühl);
9)  Aceton oder Nitro
10) Natriumpersulfat als Ätzmittel
Die "Tonertransfermethode" ist natürlich eine minderwertige und dem Fotoverfahren in jeder 
Hinsicht unterlegene Methode.

Quelle
https://www.mikrocontroller.net/topic/254046
http://www.elektronikbasteln.pl7.de/platinen-herstellung-mit-der-direkt-toner-methode.html







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Platinenherstellung mit der verbesserten Direkt-Toner-Methode

Posted on 20. Juli 2010 by Marco

Hin und wieder möchte man sich eine Platine ätzen. Sei es für eine technische Cachestation, den Musikgenuss und was auch immer. Wer dabei nicht auf Loch-/Streifenraster Platinen zurückgreifen möchte oder kann und stattdessen lieber eine „richtige“ Platine haben möchte, der steht immer vor der Frage: Wie komme ich zur Platine?

Man kann natürlich sein Layout zu den einschlägig bekannten Dienstleistern geben – das lohnt sich aber insbesondere für Einzelstücke oder schnell benötigte Platinen nicht.
Man muss in solchen Fällen also zwangsläufig zur Eigenherstellung greifen.

Normalerweise kramt man dann also seine photobeschichteten Platinen und die Belichtungslampe hervor usw.

Viel schneller, billiger und vor allem fehlerfreier geht es mit der Direkt-Toner-Methode. Dort entfällt nämlich der ganze Prozess des Belichtens, Entwickelns usw.

So, und nun zur Anleitung:

1. Erstelle dein Layout wie gewohnt. Drucke es dann mit einem Laserdrucker auf ein normales Blatt Papier. Bei SMD-Bauteilen muss der Ausruck spiegelverkehrt erfolgen, bei konventionellen NICHT!

2. Klebe nun über das ausgedruckte Layout ein ausreichend großen Stück Bucheinbindefolie. Also diese durchsichtige, selbstklebende,GLATTE (wichtig!) Folie mit der man z.B. Schulbücher einklebt um sie zu schütze.

3. Drucke das Layout nun mit maximaler Tonerdichte auf die Folie. Achtung! Die Folie kann sich im Drucker lösen und dort verkleben! Ich übernehme keine Haftung für Schäden an euren Geräten!!
Im Normalfall sollte das nicht passieren wenn man die Folie vorh
er fest andrückt.

Layout auf Folie

4. Schneide den Audruck nun aus und lege ihn mit der bedruckten Seite auf eine NICHT PHOTOBESCHICHTETE Kupferplatine. Die Platine sollte vorher mit Aceton o.Ä. fettfrei gemacht werden.

5. Nimm nun ein Bügeleisen, stelle es auf die höchste Stufe und bügel das Layout. Dabei wird der Toner flüssig und verbindet sich mit der Platine.
Wie lange man Bügeln muss hängt von verschiedenen Faktoren ab, 1 Minute dürfte aber ein guter Richtwert sein.

Das Layout mit leichtem Druck aufbügeln

6. Lass nun die Platine abkühlen und ziehe dann einfach das Papier mit der Folie ab.
Sollte das Layout nach dem abziehen unvollständig sein muss man länger und/oder mit mehr Druck bügeln, bei verlaufenen Layouts kürzer und/oder mit weniger Druck.


Das fertig aufgebügelte Layout nach dem Abziehen der Folie

7. Nun einfach im gewünschten Ätzmittel baden. Der Toner ist resistent gegen die Ätzmitel und schützt somit die zukünftigen Leiterbahnen.
8. Wenn der Ätzvorgang fertig ist die Platine rausnehmen, abspülen und den Toner mit Aceton entfernen


Fertig geätzte Platine - Toner schon entfernt

9. FERTIG



Quelle
https://lamimablog.wordpress.com/2010/07/20/platinenherstellung-mit-der-verbesserten-direkt-toner-methode/
https://www.all4hardware4u.de/platinenherstellung/layouterstellung/toner-transfer-methode/
http://samurai1967.dyndns.org/platine-aetzen.html
https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Leiterplatten_herstellen_-_Toner-Transfer-Methode
http://www.marc-schaffer.ch/Elektronik/TonertransfermethodeCH.html
http://www.elektronik.nmp24.de/?Platinenherstellung:Tonertransfermethode
https://hering-projects.de/herstellen-einer-geaetzten-platine-mit-der-direct-toner-methode/
https://www.scynd.de/tutorials/platinen-selbst-herstellen.html
http://www.stfm.de/toner-transfer-methode/



früher, viel früher - eigentlich noch davor - habe ich Platinen selber gefertigt.
Ich habe die Layouts aus Büchern etc. auf normales billiges Kopierpapier kopiert, die Kopie auf die Fotoplatine in einen
Belichtungsrahmen gelegt, mit "Pausklar" (reichlich) besprüht und mit einer 500W Glühlampe belichtet.
Die Lampe hing ca. 30cm über dem Rahmen und die Belichtungszeit war bei Bungard-Foto-Platinen größer 7,5 Minuten.
Die Ergebnisse waren damals immer mehr als zufriedenstellend:
Keine Unterbrechnungen oder Minilöcher, Belichtung sehr konturscharf.
Blöd war, dass das Glas des Rahmens nach jedem Mal ziemlich schmierig war (wegen Pausklar) und gereinigt werden mußte.
Habe das Selberfertigen dann aber wegen den Chemikalien aufgegeben.

Pausklar 21 Conrad Best.-Nr. 813630-62  für € 6,70
Lampe : Phillips ARGAPHOTO-BM TYPE PF318E/44




DIN A4  ausdrucken
********************************************************I*
Impressum: Fritz Prenninger, Haidestr. 11A, A-4600 Wels, Ober-Österreich, mailto:schaltungen@schaltungen.at
ENDE







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