Alkaline Batterien laden

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http://www.schaltungen.at/

                                                                                          Wels, am 2018-10-30

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              Alkali  oder Alkaline oder Alkali-Mangan-Batterien
                   Alkali-Mangan-Zelle
           Alkali-Batterien Regenerierung
Bei nicht aufladbaren Batterien ist eine Kapazitätsangabe auf dem Etikett bzw. der Verpackung nicht üblich.
Hintergrund:
Je nach Art der Verwendung schwankt die Batteriekapazität deutlich.
Während eine AA Alkaline-Batterie beispielsweise in einer Fernbedienung 2700mAh an Energie zur Verfügung stellen kann,
liegt der Wert bei Verwendung in einer Digitalkamera viel niedriger, z.B. bei nur 1500mAh.

Aufladbare und nichtaufladbare Alkali-Mangan-Zellen unterscheiden sich nur dadurch, dass die aufladbaren einen etwas dickeren Kathodenbecher mit einem Überdruckventil haben.
Normale Bakterien können den Überdruck, der beim Laden entsteht, nicht abbauen und können platzen oder laufen später aus.

Normale Alkali-Mangan-Batterien

Die meisten teilentladenen Alkali-Mangan-Batterien  1,1V..1,2V  (Primärzellen) lassen sich mit geeigneten Ladegeräten (beispielsweise solchen für RAM-Zellen; dazu der nächste Abschnitt) drei- bis zehnmal auffrischen.
Voraussetzung ist, dass die Batterie nicht zu tief entladen wird.
Nicht geeignet zum Laden sind Ladegeräte für handelsübliche NiMH-Akkus, da der Schwellwert für die Ladeschlussspannung und das Ladeverfahren nicht passen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-Mangan-Zelle#Wiederaufladen
https://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-Mangan-Zelle

- Welche Batterien halten am längsten ?

- Eigenmarken vorn
Die Eigenmarken-Batterien von Lidl, HOFER und SPAR S-Budget teilen sich punktegleich den ersten Platz.
Sie schafften im Test die längsten Laufzeiten und das zu einem Preis von 24 Cent pro Stück (8-Stück-Packung um € 1,89).
Auch die IKEA-Eigenmarke  mit 18 Cent pro Stück wurde mit einem „Sehr gut“ beurteilt.
Bei den Markenprodukten holten Duracell  Industrial um 35 Cent pro Stück und Ultrapower um € 1,98 pro Stück
und PHILIPS PowerAlkaline AA um € 1,55 pro Stück ein „Sehr gut“ und damit das beste Ergebnis.
Sie kosten mit bis zu zwei Euro pro Stück allerdings ein Vielfaches im Vergleich zu den No-Name-Produkten.

- Ultrabillige weist auf veraltete Technologie hin
Aber Achtung:
Ist der Preis allzu niedrig, kann das auf eine veraltete Batterietechnologie hinweisen.
Das zeigte sich beim Schlusslicht im Test, der Eigenmarke der Diskont-Kleiderkette Kik.
Eine Batterie kostet hier zwar nur 13 Cent pro Stück, es handelt sich aber um die völlig veraltete Zink-Kohle-Technologie.
Im Test hielt sie nicht einmal halb so lange durch, wie die schlechteste Alkaline-Batterie.

Nicht nur bei Zimmertemperatur, auch bei Kälte mussten alle getesteten Batterien ihre Leistung bei null Grad Celsius unter Beweis stellen.
Hier hat einzig der Testsieger, die AeroCell von „Lidl“, ein „gutes“ Ergebnis erzielt.

- Preis-Leistungssieger: Wiederaufladbare Batterien
Ein noch besseres Preis-Leistungsverhältnis als Einweg-Batterien bieten aber wiederaufladbare Batterien.
Die haben natürlich einen Riesenvorteil.
Sie sind zwar spürbar teurer, aber 500 bis 2000x aufladbar.
Eine wiederaufladbare Batterie könne 100 .. 150 Einwegbatterien ersetzen.
Wenn man das so sieht, dann haben die einen konkurrenzlosen Preis.
Daher sind sie sowohl für die Umwelt, als auch für die Geldbörse die beste Lösung.


Entladung

Entladekurven einer Zink-Kohle-Batterie zu einer Alkali-Mangan-Batterie zu einem NiMH-Akku

Alkali-Mangan-Batterie Zn-Mn (KOH)  IKEA ALKALISK  1,5V / 2000 .. 2400mAh  Typ LR6 AA AM3 MN1500
Leerlauf-Spannung       1,59 V
Nachlade-Spannung     1,10 V
Ladeschluß-Spannung 1,00 V
Tiefentlade-Spannung  0,80 V
Kurzschluß-Strom     geladen 7,8 A     entladen < 0,6A

Das Diagramm vergleicht die Belastungskurven bei konstantem Strom einer Zink-Kohle-Zelle (Zn-Mn (C) und eines NiMH-Akkus mit der einer Alkali-Mangan-Zelle Zn-Mn (KOH).
Die Spannung der Zink-Kohle-Zelle fällt nach kurzer Zeit unter 0,8V ab.
Ein Akku hält die Spannung von 1,2V über einen langen Zeitraum.
Das Zeitverhalten einer Alkali-Mangan-Zelle liegt zwischen den beiden Kurven, die Spannung nimmt langsam mit der Zeit ab.

Batteriestandsanzeigen in Geräten messen die Änderung der Spannung mit der Zeit.
Während sie bei Primärzellen recht zuverlässig funktionieren, versagen sie bei NiMH-Zellen.
Hier ist die Spannung über einen langen Zeitraum nahezu konstant, um bei Erschöpfung des Akkus schnell abzufallen.


Abhängigkeit der Batterie-Spannung von der Entladedauer bei Entladung mit einer bestimmten Belastungs-Widerstand RLast.



Der Duracell-Hersteller gibt in seinem Datenblatt den DC Resistancs an.
Er liegt bei einer frischen Zelle etwas unter 0,2 Ω.
Er liegt bei einer entladenen Zelle etwas über 0,3 Ω.

Innenwiderstand und Entladekurve Duracell Plus Power AA
Datasheet Duracell Plus Power AA
http://celltech.dk/pdffiles/017924.pdf
http://batteryuniversity.com/learn/article/how_to_measure_internal_resistance
https://www.duracell.at/help/



Sind Alcaline Batterie wieder aufladbar ?
Grundsätzlich ohne spezielle Ladegeräte NEIN.
Zumindest offiziell kann man Batterien nicht wieder aufladen.
Die wiederaufladbaren Teile heißen Akkumulatoren (oder in englischsprachigen Nationen "rechargable batteries").
In der Praxis geht es mit speziellen Ladegeräten auch Batterien aufzuladen, aber das wird nicht empfohlen.

Schau mal die Batterien genau an:
Wenn es wiederaufladbare Akkus sind, steht irgendwo "RECHARGEABLE" oder "WIEDERAUFLADBAR".
Auf normalen Batterien findest man hingegen eine Warnung wie "NON-RECHARGEABLE" aber meist gar keine Angabe.
Diese darf man auf keinen Fall in ein normales Ladegerät stecken - die Batterien können sogar explodieren oder Feuer fangen!


Grundsätzlich darf man Alkaline Batterien nicht aufladen.
Es gibt allerdings Möglichkeiten, wie man es doch machen kann!
Und zwar bis zu max. 3-mal.
Und ohne, dass es gefährlich wird, explodiert oder Feuer fängt usw.
Das ganze funktioniert durch bestimmte Aufladgeräte, die natürlich teurer sind.
Man kann Alkaline Wegwerf-Batterien bis zu max. drei mal wieder aufladen bzw. refreshen.
Es steht allerdings nicht die Anfangsleistung zur Verfügung, aber es lohnt sich auf jeden Fall die einfache Alkaline Batterie wiederaufzuladen.
Man kann zum Aufladen von Alkaline Batterien folgende Ladegeräte verwenden:
- AccuPower AccuManager 20 (AP2020)
- AccuPower AccuManager 10 (AP2010)
- AccuCell ACL62 Neu
- AccuCell ACL64 Neu
- Lytron ECS 2011 Akku-Ladegerät - Ein Ultraschnelllader


1,5V  Mignon Batterien AA  min. 2.000 mAh
Die Alkalinebatterie, die auch als Alkali-Mangan-Batterie (seltener auch Zink-Manganoxid-Zelle) bezeichnet wird, ist eine galvanische Zelle.
Sie zählt zu den wichtigsten elektrochemischen Energiespeichern.
Wie die Zink-Kohle-Zelle gehört die Alkaline Batterie zur Familie der Zink-Braunstein-Zellen.
Doch Dank ihrer Belastbarkeit und längerer Lagerfähigkeit hat sie die Zink-Kohle-Zelle aus allen Anwendungen verdrängt.

Die Nennspannung der Alkalinebatterie beträgt 1,5V
Durch Reihenschaltung mehrerer Zellen bzw. Batterien können höhere Spannungen erreicht werden.
Die tatsächliche Leerlaufspannung einer frischen Alkali-Mangan-Zelle liegt im Bereich von 1,57V bis 1,63V (bei einer Temperatur von 20 °C).
Sie hängt hauptsächlich von der Aktivität des verwendeten Mangandioxides und dem Zinkoxidgehalt in der Elektrolytlösung ab.
Die durchschnittliche Gebrauchs-Spannung liegt bei 1,45V
Die Nachladespannung soll > 1,1V sein bis auf 1,65V..1,75V laden. (ACHTUNG: nur 4 Alkali-Batterien mit 5x NiMH-Akkus Einstellung)
Die Entladespannung liegt bei 0,9V .. 1,0V

www.akkuline.de/test/


Alkalisk  ( früher Alkaline )  mini      AA              (IKEA)     2.456mAh    Spannung 1,59V / 0,90V   Kurzschluß-Strom 6,9A / 0,6A  10 Stk.  € 2,19
Alkalisk  ( früher Alkaline )  micro AAA               (IKEA)    1.150mAh     Spannung 1,59V / 0,90V   Kurzschluß-Strom 5,9A / 0,3A  10 Stk. € 1,99
„Die Ikea Alkalisk ist mit einem Stückpreis von 0,22 € die günstigste Batterie, wird jedoch bei einem Kurzschluss heiß.“
AeroCell                                              (LIDL)     2.726mAh  TEST bester
Ultimate Power                     (Bauhaus)
Camelion Plus Alkaline
CONRAD energy   Alkaline battery  mignon 1,5V 2600mAh     AA   LR06  AM-3    Spannung 1,59V / 0,90V   Kurzschluß-Strom 6,9A / 0,6A  € 1,19/Stk
CONRAD energy   Alkaline battery  micro    1,5V 1150mAh   AAA   LR03   AM-4   Spannung 1,59V / 0,90V   Kurzschluß-Strom 5,9A / 0,3A  € 1,49/Stk
Paradies                                                (dm)   2.583mAh
Duracell Industrial
Duracell Plus Power
Duracell Ultra Power
Energizer ECO Advanced
Energizer Max
GP Ultra Alkaline
Hofer Activ Energy
Top Craft                                                  (ALDI)  2.219 mAh
High Quality                                (KiK)
Müller Hochleistungs-Batterien  (MÜLLER)
Pagro Super power                    (PAGRO)
Panasonic Pro Power
Philips PowerAlkaline AA
Power Alkaline                           S-Budget (Spar)
Simpex Ultra Power
Sony Stamina Platinum
Varta High Energy
Varta Long Life

Der Preis-Leistungs-Sieger Aerocell von LIDL.

Alle getesteten Batterien von Aldi oder Lidl platzierten sich im vorderen Testfeld.
Die gelben Mignon-Batterien von Ikea überzeugten durch den extrem günstigen Preis.
Dennoch reichte es für eine gute Testnote noch vor Markenprodukten von Sony und GP.
Die bekannten schwarz-kupferfarbenen Mignon-Batterien von Duracell landeten im vorderen Mittelfeld.



Primär- bzw. Sekundärzellen
Primärzellen 1,5V
Batterien werden auch als Primärzellen bezeichnet, sie sind nicht wiederaufladbar – im Unterschied zu den aufladbaren Sekundärzellen, die im allgemeinen Sprachgebrauch als Akkus bekannt sind.
Obwohl Letztere mittlerweile ihre Kinderkrankheiten abgelegt haben und fast universell einsetzbar sind, werden Batterien immer noch gerne gekauft.
Vor allem für Geräte, die wenig Strom brauchen und lange im Einsatz sind, kommen sie in Betracht.
Das trifft beispielsweise auf Fernbedienungen oder Computermäuse zu, die mitunter jahrelang mit einem Batteriesatz auskommen.

Sekundärzellen 1,2V    Geringere Nennspannung bei Akkus
Immer wieder wird aber auch von Geräteherstellern (etwa bei Kameras) von der Verwendung von Akkus abgeraten, weil ihre Spannung zu gering ist:
Akkus (Sekundärzellen) haben eine Nennspannung von lediglich 1,2 Volt, während Batterien bis zu 1,5 Volt aufweisen.




Wie oft kann man Alkaline Batterien wiederaufladen?

Grundsätzlich nicht.
Im Prinzip ja, wenn man das richtige Ladegerät dazu hat.
Dann kann man Alkaline Wegwerf-Batterien bis zu max. 3x wiederaufladen bzw. refreshen.
Es steht allerdings nicht die Anfangsleistung zur Verfügung, doch es lohnt sich auf jeden Fall, eine einfache Alkaline-Batterie wieder aufzuladen.

Man kann zum Aufladen von Alkalinen Batterien folgende Ladegeräte verwenden:

Diese Ladegeräte sind alle mikroprozessorgesteuert und können die wiederaufladbaren AccuCell RAM Batterien laden.

Andere Ladegeräte z.B. Ansmann Powerline oder Energy Charger zerstören die Batterie!

Die Größe der Batterie spielt dabei keine Rolle.
Es sind alle Alkaline Batterien der Größen:
Micro AAA
Mignon AA
Baby C
Mono D
wiederaufladbar - vorausgesetzt die Batterien passen in das Ladegerät.
Als Test-Batterie haben wir die Panasonic Mignon LR6 Alkaline Batterie der Powerline Serie genommen.
Wir haben den Entladestrom etwas höher gewählt (500mA), das entspricht etwa der Leistung eines elektrischen Spielzeug Autos.
Mit einem geringeren Entladestrom, etwa 50mA würde das Ergebnis verbessern.
Batterien sind grundsätzlich nicht für höhere Dauerentladeströme geeignet.
Hier sollte man lieber zu den NiMH Akkus greifen.

Diagram der Entladungen einer Panasonic Alkaline-Batterie Mignon LR6 der Powerline-Serie


Die Messergebnisse der Batterieentladungen mit der Panasonic Powerline Batterie:

  1. Entladung Spannung (blaue Linie)              : 912mAh    0,96Wh
  2. Entladung Spannung (magenta Linie)         : 797mAh   0,82Wh
  3. Entladung Spannung (grüne Linie)              : 405mAh   0,39Wh
  4. Entladung Spannung (braune Linie)            : 430mAh   0,42Wh
  5. Konstanter Strom      (dunkel braune gerade Linie) : alle Entladungen bei konstantem 500mA Strom.
Als Ladegerät haben wir den AccuPower Accumanger 20 verwendet.
Einige werden jetzt sagen, die dritte und vierte Entladung sind vertauscht, dem ist aber nicht so.
Bei der vierten Entladung hat die Batterie ein besseres Ergebnis als bei der dritten Entladung abgeliefert; der Schein trügt, denn die Spannungslage ist niedriger.
Und wer denkt 400mA, die die Batterie erreicht, seien zuwenig, dem kann ich nur mitteilen:
Eine Zink-Carbon Batterie erreicht bei der normalen ersten Entladung mit 500mA Strom nur knapp 120mAh und 0,11Wh!

ACHTUNG!
Verwenden Sie bei Alkaline Batterien nur die oben genannten Ladegeräte!
Verwenden Sie keine Lithium oder Zink oder ähnliche Batterien!


Wenn Alkaline-Batterie für die Fernbedienung verwendet oder andere kleine Stromverbraucher verwendet,
kann man sie bis zu 3x mit dem richtigen Ladegerät wieder refreshen.

Quelle:
https://www.akkuline.de/forum/wie-oft-kann-man-alkaline-batterien-wiederaufladen_forumid_10255.aspx



Fritz Prenningers Erfahrungen
Batterien dürfen nicht unter 1,1V entladen sein
diese gasen aus und sind dann ohnehin total kaputt.
Ich lade immer 4 Stk.  IKEA Alkalisk Mignon Batterien AA  1,5V 2.400mAh  mit dem Ultraschnelllader Lytron ECS 2011 Akku-Ladegerät nach.
4 Stk Batterien mit 5x NiMH-Akku Einstellung mit 400mA
Bei total leeren alten Batterien jedoch nur mehr 10% der Kapazität möglich
Bei 4 Batterien     Ladespannung 7,0..7,5V     Ladestrom  320mA     Ladezeit 0,75h   =    240mAh   ( 0,51Wh )
Bei IKEA Batterien um € 0,22 zahlt sich der Aufwand nicht aus ! ! !
IKEA LADDA Akku 1,2V / 2450mAh um € 1,75 ist 2018 die weitaus bessere Lösung.


Kapitel 2.6 Seite 104
x300_b_mausnet-x_efaq -Elektronik FAQ (419 Seiten)_1a.pdf



Damit man Alkalis aufladen kann, muss der Becher noch intakt sein.
Nur dann lagert sich das Metall an der richtigen Stelle an.
Daher lassen sich normale Alkalis nur sinnvoll refreshen, solange sie nicht mehr als 30-50% entladen sind.
Die Batterien aus der Fernbedienung alle paar Monate ins Ladegerät.
"Aufladbare" Zellen haben einen dickeren Becher, damit verschiebt sich die Grenze weiter nach unten.
Trotzdem gilt, die Dinger halten umso länger, je eher nachgeladen wird.


Grundsätzlich kann man Alkalinezellen mit niedrigen, gepulsten Stömen wieder aufladen.
Einziges Problem dabei ist, dass die Zellen dann zu Undichtigkeiten neigen, insbesondere die von No-Name-Herstellern.
Mir ist es in der Vergangenheit gelungen, einige gute (teure) Alkalinezellen noch einige Male zu laden, eben auch aus Gründen der echten 1.5V.
Aber die erreichbere Kapazität komme nie und nimmer an die Erstladung heran und wird mit jedem Zyklus deutlich weniger.
An die Sauerei mit den Billigzellen mag ich gar nicht mehr zurückdenken.



Stimmt es, dass ich auch eine Alkaline-Batterie aufladen kann?
In der Vergangenheit ist viel darüber spekuliert worden, ob sich Alkaline-Batterien wieder aufladen lassen.

Wissenschaftlich betrachtet, ist es möglich Alkaline-Batterien wieder aufzuladen.
Der chemische Prozess ist nämlich tatsächlich umzukehren, jedoch nur im beschränkten Maße.
Bei Alkaline-Batterien ist die Anode in den meisten Fällen aus puderförmigem Zink aufgebaut, das durch die Entladung zu Zinkhydroxid wird.
Bei der Umkehrung des Prozesses entsteht zwar wieder Zinkpuder, jedoch Klumpenförmig.
Die Oberfläche ist dadurch kleiner und die Leistung nimmt entsprechend ab.
Halbleere Alkaline-Batterien sind besser aufzuladen, da noch genug "Körnchen" vorhanden sind.
Beim Aufladen geht das Material leicht zurück in seine ursprüngliche Form.
Das Aufladen funktioniert daher am besten mit Batterien, die nicht allzu leer sind und die ein "ruhiges" Leben gehabt haben, wie z.B. in einer Uhr oder Fernbedienung.
Aber selbst eine halbleere Batterie ist nicht wirklich für normale Ladegeräte mehr geeignet.
Die Spannung wird auch mit einem Impuls-Ladegerät kaum auf mehr als 1,1Volt kommen.
Das Resultat nach dem Aufladen ist höchstens eine kleine Zunahme an Lebensdauer.
Batterien von MP3-Spielern, Radios, Taschenlampen und Fotoapparaten sind kaum wieder aufzuladen.
Gegenwärtig hat sich die Technik verbessert und Alkaline-Ladegeräte sind nun in jedem Elektronik-Fachhandel erhältlich.
Mit diesem speziellen Ladegerät lässt sich die Kapazität einer Alkaline-Batterie ca. 3x aufladen.
Natürlich darf die Alkaline-Batterie dafür nicht vollständig entladen sein, denn nach einer Tiefenentladung ist ein Ladeprozess nicht mehr möglich.
Laden Sie Ihre Alkaline-Batterien entsprechend sofort auf, sobald Sie leichte Einbußen in der Leistungsfähigkeit feststellen!
Die maximale Leistungsaufnahme nimmt nach jedem Ladevorgang ab, so dass die Batterie nicht mehr für leistunsgstarke Anwendungen, wie z.b. in Digitalkameras, zu verwenden ist.



Wiederaufladbare Alkali-Batterien

Normale Alkali-Mangan-Batterien

Die meisten teilentladenen Alkali-Mangan-Batterien (Primärzellen) lassen sich mit geeigneten Ladegeräten (beispielsweise solchen für RAM-Zellen; dazu der nächste Abschnitt) drei- bis zehnmal auffrischen.
Voraussetzung ist, dass die Batterie nicht zu tief entladen wird.
Nicht geeignet zum Laden sind Ladegeräte für handelsübliche NiMH-Akkus, da der Schwellwert für die Ladeschlussspannung und das Ladeverfahren nicht passen.

RAM-Zellen

GRANDCELL rechargeable

Wiederaufladbare Alkali-Mangan-Zelle (RAM-Zelle)

Den RAM-Hype habe ich nicht mitgemacht, musste aber zusehen, wie ein davon begeisterter Freund damit recht viel Kleingeld versenkt hat, da 
die Dinger nicht hielten, was er sich davon versprach.

RAM-Zellen (englisch rechargeable alkali manganese) sind besondere, laut Anbieter etwa 50x bis 500x wiederaufladbare Alkali-Mangan-Zellen (Sekundärzellen).
[4] Handelsübliche Ladegeräte für RAM-Zellen arbeiten mit konstantem Ladestrom, der jede Sekunde für wenige Millisekunden unterbrochen wird, um stromlos die Zellenspannung zu messen.
Wenn diese 1,73 V überschreitet, dann wird der Ladestrom so lange abgeschaltet, bis die Zellenspannung 1,69 V wieder unterschritten hat.
Die Konstantspannungsmethode ist ebenfalls sicher und geeignet, dafür aber langsamer.
RAM-Zellen eignen sich nur für Niedrigstrom-Anwendungen wie z. B. Uhren oder Fernbedienungen.
Für Hochstromanwendungen wie z. B. Digitalkameras, Akku-Werkzeuge oder als Antriebsbatterien in Modellfahrzeugen sind sie nicht geeignet und können dabei beschädigt werden.

RAM-Zellen dürfen, um ihre Wiederaufladefähigkeit nicht zu verlieren, nicht zu tief entladen werden.
Werden RAM-Zellen bis zu einer Entladeschlussspannung je Zelle von 1,42V entladen, beträgt die erreichbare Zyklenanzahl einige 100.
Bei einer Entladung bis zu 1,32 V reduziert sich die Zyklenanzahl auf einige 10x.
Bei einer weiteren Entladung können RAM-Zellen nicht mehr oder nur noch mit einer deutlich reduzierten Kapazität geladen werden.[5]

Wiederaufladbare RAM-Zellen sind mit Stand Oktober 2012 die einzigen Batterien/Akkus,
die mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet wurden (Aufschrift: „weil wiederaufladbar und schadstoffarm“).
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-Mangan-Zelle#Wiederaufladen



Wiederaufladbare Alkali-Mangan-Zellen - Alkaline Akku  
1,5V 1000mAh  1,5Wh   max. 50 Entladezyklen 0,4% Selbstentladung pro Monat
Standard Mignon-Zellen Typ: AA
AccuCell  AC1000
AccuCell  ALPHA 100


918_d_#96-09s52-x_Akku-Technologien (Alkaline-, Blei-, NiCd-, NiMH-, LiIon-Akku)_1a.pdf






Ladeschaltung für alkaline Zellen
Elektor Halbleiterheft 7-8/2001 (Doppelheft Juli/August) ATS 100,- 
Alkali-Mangan Trockenbatterien sind eigentlich nicht zur Wiederaufladung vorgesehen.

elektor 014023-11

Mignon-Zelle 2000mAh
Ladestrom C25 = 80mA  (25h x1,4= 35h Ladezeit bei total leerer Batterie von 0,9V)
EntladestromC100 = 20mA
es muß das 1,4-fache geladen werden  2000mAh x 1,4 = 2,8Ah bei total leerer Batterie (0,9V)
ACHTUNG: Batterien nur bis 1,1V entladen sonst nicht mehr nachladbar ! ! !


elektor 7-57 Ladeschaltung für alkaline Zellen 12Vac  § 1N4001 B80C500

280_c_8D-1Rel-12V_014023-11 alkaline Trockenbatterie Ladeschaltung (WechselspannungsLader)_1a.pdf






Alkalibatterie Regenerierung

Batteriehersteller empfehlen die Akkus zu laden oder zu ersetzen, wenn die gemessene Amperestunden (Ah) Kapazität unter 65% ist.

Die hier beschriebene Anleitung gilt ausdrücklich nur für Alkalibatterien.
Versuchen Sie damit nicht andere Batterien
z.B. Zinkkohlebatterien oder Akkus (NiCd oder NiMH) und besonders nicht Li-Ion Akkus zu laden.
Bei letzteren besteht tatsächlich eine Explosionsgefahr!
Verwenden Sie hier nur Batterien mit der Aufschrift Alkaline

Voraussetzungen

Um Alkalibatterien erfolgreich zu regenerieren, ist folgendes zu beachten:
1. Die Alkalibatterie sollte nur teilentladen sein - Batteriespannung >1,15V
2. Tiefentladene Alkalibatterien < 1.0V lassen sich nicht mehr regenerieren
3. Der Innenwiderstand der Alkalibatterie sollte < 5 Ohm betragen
4. Zur Regeneration der Alkalibatterie wird ein spezielles Ladegerät benötigt
5. Eine Alkalibatterie kann 3x (bis max. 10x) regeneriert werden - je nach Marke und Entladespannung
6. Die Ladekapazität nimmt mit jeder Regeneration stehts weiter ab.

Bestimmung des Batterie-Innenwiderstands

Faustregel:
Ein Akku ist verbraucht wenn der Innenwiderstandswert den doppelte Wert des Neuzustands hat.
Die Übergangswiderstände hängen maßgeblich von der Sauberkeit der Kontaktflächen ab
Mit Isopropanol oder feinem Schmiegelleinen reinigen.


                   Uo=Ui             UL=Ui-Ri*IL   IL =UL/RL

                                                                 Uo-UL
                                   Ri=RL* ---------
                                        UL
Gemäss obigem Ersatzschaltbild kann der Innenwiderstand der Alkalibatterie wie folgt bestimmt werden:
   1. Mit einem Multimeter die Leerlaufspannung (ohne Lastwiderstand RL) der Alkalibatterie möglichst genau messen (Beispiel: Uo = 1,34V)
   2. Lastwiderstand an Plus(+) und Minus(-) Pole der Alkalibatterie anschliessen (Beispiel: RL = 47 Ohm)
   3. Mit angeschlossenem Lastwiderstand (RL) erneut die Alkalibatteriespannung messen (Beispiel: UL = 1,25V)
   4. Innenwiderstand gem. obiger Formel berechnen (Beispiel: Ri = 47 Ohm * (1,34V - 1,25V) / 1.25V) -> Ri = 3,384 Ohm)

Der effektive Innenwiderstand ist stark von Alter, Bauart, Temperatur und Ladezustand abhängig.


Eigenbau Batterieinnenwiderstandsmessgerät
Bestimmung des Innenwiderstandes von Akkus und Batterien
http://elektronik-kurs.net/elektrotechnik/innenwiderstand-und-dessen-auswirkung-auf-eine-batterie/

Batterie-Innenwiderstand-Messgerät mit Controller ATMega328
300_d_fritz-x_Batterie-Innenwiderstand-Messgerät - Bestimmung des Innenwiderstandes von Akkus (31 Seiten)_1a.pdf


Bestimmung des Innenwiderstandes von Akkus und Batterien
Akku Innenwiderstand messen
Innenwiderstand von Batterien und Akkus
300_d_fritz-x_Batterie Innenwiderstand-Messgerät § ATMega328p MC34061 MCP4726  (31 Seiten)_1a.pdf





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Innenwiderstand von Spannungsquellen
Wenn man an eine Spannungsquelle eine Last (Widerstand) anschließt, dann geht die Spannung an der Spannungsquelle zurück.
Das liegt daran, das Spannungsquellen einen Innenwiderstand haben.
Der Spannungsabfall an einer Spannungsquelle wird umso größer, je größer der fließende Strom wird und je . größer der Innenwiderstand der Spannungsquelle ist.


Bestimmung des Innenwiderstandes
Innenwiderstände von Spannungsquellen kann man nicht direkt mit dem Ohmmeter bestimmen.
Für eine Messung mit dem Ohmmeter muß das Meßobjekt unbedingt spannungsfrei sein, da ansonsten das Ohmmeter zerstört wird!
Die Messung kann man aber indirekt durchführen.
Zuerst mißt man die Spannung ohne angeschlossene Last, die sogenannte Leerlaufspannung (Uo).
Danach schließt man unterschiedliche Widerstände an die Spannungsquelle an und mißt bei jedem Widerstand Strom und Spannung.
Man kann dazu auch einen hochbelastbaren Stellwiderstand R mit etwa 500 Ohm / 20 Watt  nehmen.

Messung von Spannung und Strom bei unterschiedlicher Belastung

Dieses habe ich mit einer normalen 9 Volt Blockbatterie gemacht.
Die Spannung sollte zur Messung immer nur sehr kurz eingeschaltet werden!
Besonders bei kleineren Widerständen wird viel Energie verbraucht, so daß die Leerlaufspannung der Batterie langsam zurückgeht.
Dadurch erhöht sich auch der Innenwiderstand der Batterie, so daß immer gewisse Meßfehler vorhanden sein werden.
Die gemessenen Werte sehen folgendermaßen aus:

        Meßpunkte
     Spannung  Strom
     9,20V=U0,00A Leerlauf-Spannung
     8,90V     0,09A
     8,70V     0,16A
     7,60V     0,44A
     6,60V     0,73A
     4,40V     1,26A
     0,00V     2,40A=Ik Kurzschluß-Strom

Die gemessenen Werte werden dann in ein Diagramm eingetragen, auf deren vertikalen Achse die Spannung 9,2V, und auf deren horizontale Achse der Strom 2,4A eingetragen wird.
Danach verbindet man die gemessenen Werte durch eine Gerade.
Genau wird das wegen der schon angesprochenen Meßfehler nie hinkommen.
Man zieht hier einfach eine mittlere gerade Linie zwischen den Meßpunkten hindurch.

             9V Block-Batterie Liniendiagramm mit 7 Messpunkte
Die so erhaltene Linie wird nun nach unten bis zur Stromachse verlängert.
Das ist die sogenannte U-I-Kennlinie.
Ihre Steilheit ist ein Maß für den Innenwiderstand der Spannungsquelle.
Der Schnittpunkt dieser Linie mit der Spannungsachse ergibt den Leerlaufstrom.
Das sind bei diesem Beispiel etwa 0,0 Ampere.
Der Schnittpunkt dieser Linie mit der Stromachse ergibt den Kurzschlußstrom.
Das sind bei diesem Beispiel etwa 2,4 Ampere.
Der Innnenwiderstand einer Spannungsquelle berechnet sich aus der Leerlaufspannung geteilt durch den Kurzschlußstrom.


Bei kleinen Batterien kann man auch in Versuchung kommen, den Kurzschlußstrom direkt mit dem Amperemter zu messen.
Allerdings ist dann immer noch der (niedrige) Innenwiderstand des Amperemeters im Stromkreis vorhanden.
Außerdem sollte man es vermeiden, Batterien kurzzuschließen, da sie hierdurch geschädigt werden können!
Die eben beschriebene Methode ist allerdings recht aufwendig.
Sie diente auch nur der Veranschaulichung.
Im folgenden werden zwei einfachere Wege beschrieben, den Innenwiderstand von Spannungsquellen zu bestimmen.

Weitere Wege zur Bestimmung des Innenwiderstandes
Eine andere Möglichkeit zur Bestimmung des Innenwiderstandes ist es, zunächst die Leerlaufspannung zu messen, und dann einen hochbelastbaren Regelwiderstand im Stromkreis einzubauen, den man so weit herunterregelt, bis die Spannung an den Klemmen der Spannungsquelle Uk genau halb so groß ist wie die Leerlaufspannung.
d.H. Ri = RL    3,8R = 3,8R   =  UL/2 = 4,6V

Dazu betrachte man die folgende Schaltung:


Bestimmung des Innenwiderstandes einer Spannungsquelle mit regelbarem Lastwiderstand

Der Innenwiderstand der Spannungsquelle ist hier als Ri dargestellt.
Dieser bildet mit dem Lastwiderstand RL einen Spannungsteiler.
Wenn nun der Lastwiderstand so eingestellt ist, das an ihm nur noch die Hälfte der Leerlaufspannung anliegt, dann muß die andere Hälfte der Spannung ja am Innenwiderstand Ri abfallen.
Wenn an beiden Widerständen aber die gleiche Spannung abfällt, dann müssen diese auch gleich groß sein!
Man braucht also nur noch den Ohmwert des regelbaren Lastwiderstandes zu messen und hat damit auch den Wert des Innenwiderstandes der Spannungsquelle!

Eine weitere Möglichkeit zur Bestimmung des Innenwiderstandes ist es, die Spannung bei zwei verschiedenen Stromstärken zu messen.
So z. B. die Leerlaufspannung bei 0 Ampere und die Spannung beim Anschluß einer Last.
Das habe ich mit einem 12 Volt Bleiakku mit 7 Ah und einer 12 V Glühlampe mit 25 Watt gemacht:

     Spannung Strom
     12,00V   0,00A
     11,10V   2,00A

Der Innenwiderstand errechnet sich aus dem Spannungs- und Stromunterschied:


Hat man den Innenwiderstand, kann man auch den Kurzschlußstrom ausrechnen:


Es wird schnell ersichtlich, das Spannungsquellen mit einen sehr kleinen Innenwiderstand hohe Kurzschlußströme haben.
Zur Messung des Innenwiderstandes von Spannungsquellen wie Batterien und Akkus gibt es heute auch spezielle Meßgeräte zu kaufen.


Die Ersatzspannungsquelle
Man kann jede Spannungsquelle als Ersatzspannungsquelle darstellen.
Die Ersatzspannungsquelle besteht aus einer Spannungsquelle, die ständig die Leerlaufspannung U0 liefert, (unabhängig von der Belastung) und einem in Reihe geschalteten Widerstand Ri, welcher den Innenwiderstand der Spannungsquelle darstellt.
Die Ersatzspannungsquelle

Im Belastungsfall teilt sich die Leerlaufspannung U0 der Spannungsquelle auf den Lastwiderstand RL und den in Reihe geschalteten Innenwiderstand Ri der Spannungsquelle auf.
Der Spannungsabfall ist abhängig vom Laststom.
Die Spannung U an den Klemmen berechnet sich folgendermaßen:


https://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/0708161.htm

093_b_AATiS-x_Der Innenwiderstand eines Akkumulators R= (U1-U2) durch (I2-I1) NiMH 1,1Ah 0,04 Ohm_1a.pdf
491_b_wichtig-x_VHS1.1.34 Innenwiderstand, Leerlauf-, Klemmspannung Kurzschluß-, Laststrom 1_1b.doc
491_b_wichtig-x_VHS1.1.34 Innenwiderstand Leerlauf-, Klemmspannung Kurzschluß-, Laststrom 2_1a.doc
~491_b_wichtig-x_VHS1.1.34 Innenwiderstand, Leerlauf-, Klemmspannung Kurzschluß-, Laststrom_1a.doc
971_b_Mathematik-x_Auto Akku - den Innenwiderstand berechnen_1a.pdf





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Daten neuer Alkalibatterien

Typ:             Uo:         Ri            Ladung in      J (Joules)
AAA, LR03, AM4   1,6 - 1,65V < 0,50 Ohm  1150
mAh  1.41Wh   5071
AA,  LR06, AM3   1,6 - 1,65V < 0,25 Ohm  2122
mAh  2.60Wh   9360
C,   LR14, AM2   1,6 - 1,65V < 0,15 Ohm  7800
mAh  9.56Wh  34398
D,   LR20, AM1   1,6 - 1,65V < 0,07 Ohm 17000
mAh 20.83Wh  74970

So hat eine frische Alkaline Zylinder-Batterie 150 bis 300 mΩ, abhängig von der Größe der Zelle.
Insbesondere bei Li-Ion-Zellen messen die Hersteller fast ausschließlich nach der AC-Methode bei 1 kHz.
Diese Messwerte sind deutlich niedriger und kaum mit der durch die ΔU / ΔI – Methode bestimmten vergleichbar.

     ELV Akku-Ri-Messgerät RIM 1000
Batterie und Akku Innenwiderstand in Sekunden ermitteln
Das professionelle Messgerät für die Ermittlung des Innenwiderstands von Akkus
- ermöglicht die Qualitätsbeurteilung eines Akkus unter realistischen Einsatzbedingungen in wenigen Sekunden.



Neben der Nennkapazität ist der Innenwiderstand eines der wichtigsten technischen Daten eines Akkus.
Mit dem RIM1000 ist der Innenwiderstand von Einzelzellen oder Akku-Packs in wenigen Sekunden zu ermitteln, wobei Entladestromimpulse bis zu 10 A für realistische Testbedingungen sorgen.
Durch den weiten Messspannungsbereich ist es möglich, Akkus mit Gesamtspannungen bis zu 30V zu testen.
Die Messbereichswahl erfolgt automatisch.
ELV Bestell-Nr. 68-052338    € 85,95

Akku-Innenwiderstand:   0,1 mOhm bis 9,999 Ohm
Akku-Spannung          : 10V bis 30V
Entlade-Stromimpuls :   1,0 bis 10A
Messwerterfassung   :   4-Leiter-Messung mit federnd gelagerten Messspitzen
Abmessung: 167x87x27mm

Wenn es um die Qualität von Akkus geht, ist Kapazität nicht alles.
Ein geringer Innenwiderstand ist das Kriterium, damit die Spannung eines Akkus, besonders bei höherer Belastung, nicht zusammenbricht.
Bei einem (gealterten) Akku mit zu hohem Innenwiderstand schwankt die entnehmbare Kapazität stark mit der Belastung, und die zusammenbrechende Spannung lässt den Akku vorzeitig als leer erscheinen.

Mit dem RIM 1000 lässt sich der Innenwiderstand von Akku in wenigen Sekunden ermitteln und damit eine Aussage treffen, ob der Akku einen zu hohen Innenwiderstand besitzt.
  • Realistische Testbedingungen durch 10-A-Entladestrom-Impulse
  • Höhe der Entladestromimpulse einstellbar, dadurch auch kleinere Akkus messbar
  • Exakte Messung durch Vierleiter-Messung
  • Federnde Messspitzen für sichere Kontaktierung des Akkus
  • Weiter Messbereich  - Test von Akkus bis 30 V möglich
  • Messung von Einzelzellen oder Akkupacks
  • Ideal für das Zusammenstellen von Akkupacks
  • Großes LC-Display mit übersichtlicher Messwertanzeige für Akkuspannung (alternierend Leerlauf/Last), Entladestrom und Akku-Innenwiderstand
  • Schnelle Messung im 5-Sekunden-Raster
  • Speicherung des letzten Messwerts im Display

https://www.elv.at/akku-ri-messgeraet-rim-1000-fertiggeraet.html



Ladegerät für Alkalibatterie Regenerierung
Bei der Ladung/Regenerierung von Alkalibatterien sind folgende Punkte zu beachten:
     Die Ladespannung darf 1.7V nicht überschreiten, da die Alkalibatterie ansonsten irreparable Schäden durch den damit verbunden chemischen Prozess und einsetzende Oxidation erfährt.
     Der Ladestrom sollte moderat sein (ca. 20mA - 80mA, max 100mA).
Bei zu hohem Ladestrom entsteht im Innern der Alkalibatterie ein zu hoher Druck infolge des beschleunigten chemischen Umformungsprozess, der zum Platzen der Überdruckmembran am Minuspol der Alkalibatterie und damit zum Auslaufen des im Innern der Alkalibatterie befindlichen Elektrolyts führt.
Die Folge davon ist keine Explosion, aber die bekannte Schweinerei verursacht durch die auslaufende Batteriesäure.
     Der Ladeprozess sollte bei Erreichen der Endspannung 1.65V (max 1.7V) angehalten werden.
Weiteres Laden danach erhöht die Kapazität nicht weiter, sondern verkürzt nur die Lebenszeit der Alkalibatterie infolge Überladung.
     Auf keinen Fall versuchen Alkalibatterien mit Lade-Geräten speziell Schnelllader für NiCd- oder NiMH-Akkus aufzuladen.
Die Ladeströme sind zu hoch und führen in kurzer Zeit zum "Kochen" der Alkalibatterien.
Die Folge davon? richtig: keine Explosion, aber eine Schweinerei.

Also, zur Ladung/Regenerierung von Alkalibatterien ist ein dafür speziell geeignetes Ladegerät erforderlich.
Leider gibt es auf dem Markt nur ganz wenige Ladegeräte zur Regenerierung von Alkalibatterien und von diesen wenigen Modellen sind gemäß Testberichten nur ein oder zwei Typen wirklich brauchbar.
Zudem sind diese wesentlich teurer als die bekannten NiCd oder NiMH Akku Ladegeräte.


Prototyp und Schema zum Nachbau 
Die Anforderungen für den Prototyp waren:
     Einfache Schaltung mit handelsüblichen Komponenten
     Endladespannung muss auf max 1.7V begrenzbar sein, wobei der Grenzwert nicht überschritten werden soll
     Ladestrom soll im Bereich 50mA ... 100mA liegen und bei Erreichen der Endladespannung auf Null gehen (Ladestop)
     Wenn möglich soll anstelle eines konstanten Ladestroms ein gepulster Ladestrom auf die Alkalibatterie angewendet werden.
Gemäß Studien wirkt sich dies positiv auf den chemischen Prozess aus womit eine höhere Leistung sowie Endkapazität erreicht wird.
     Wenn möglich soll die Leerlaufspannung Uo der Alkalibatterie zur Grenzwertbestimmung herangezogen bzw. gemessen werden und nicht die Ladespannung, da wegen Ri > 0 die Ladespannung an der Alkalibatterie infolge des Ladestromes höher ist als Uo, und somit nicht die optimale bzw. maximal zulässige Endladespannung erreicht würde.
     Die Schaltung sollte eine Betriebsanzeige enthalten (Ein/Aus, Laden, Lade-Ende)
     Die Schaltung sollte mit möglichst tiefer Spannung arbeiten (ca. 2.5-3V), um die Verlustleistung klein zu halten, und damit evtl. anstelle eines Netzadapters eine Solarzelle zum Laden der Alkalibatterien eingesetzt werden kann.

Gedacht getan.
Nach ein paar Versuchen und Tests war der Prototyp bereits an einem Abend entwickelt:





Funktionsweise
Die Elektroniker unter uns erkennen sofort das Funktionsprinzip dieser simplen Schaltung.
Es handelt sich um den klassischen "astabilen bzw. bistabilen Multivibrator".
T1 und T2 schalten dabei abwechslungsweise hin und her.
Immer wenn T1 leitet, leuchtet (blinkt) die D1 (rote LED) und wenn T2 leitet, fliesst kurzfristig der Ladestrom in die Alkalibatterie.
In der zyklischen Phase in der T1 leitet und T2 sperrt, wird die Leerlaufspannung Uo der Alkalibatterie mit T3 gemessen.
Sobald diese den Wert von 1.65 - 1.7V erreicht (einstellbar mit Potentiometer P1), beginnt T3 zu leiten und verhindert das Kippen auf T2.
Damit bleibt T1 leitend und durch T2 fliesst kein Ladestrom mehr.
Die Schaltung beendet also das Laden automatisch, sobald die Leerlaufspannung der Alkalibatterie die Endladespannung erreicht hat.

Einstellung
Die Trimmung (Einstellung der optimalen Endladespannung) ist sehr einfach:
     1. Eine gute neue Alkalibatterie einsetzten.
Diese sollte eine Leerlaufspannung von min 1.6 .. 1.65V aufweisen.
     2. Das Potentiometer P1 zuerst gegen Null drehen.
Die rote LED sollte nun blinken.
Dann das Potentiometer P1 langsam gegendrehen bis das Blinken der LED gerade aufhört.
     3. Fertig ist die Trimmung.

Betrieb
Zum Betrieb der Alkalibatterie Lade- bzw. Regenerierungs-Schaltung:
     1. Eine Spannungsquelle mit ca. 3V/100mA (z.B. Netzadapter von einem Walkman o.ä. oder ein Solar-Panel mit z.B. 8 x 0.4V/100mA Sonnenzellen) an den Eingang der Schaltung anschliessen.
     2. Die rote LED leuchtet konstant, wenn noch keine Alkalibatterie eingelegt ist.
     3. Zu ladende Alkalibatterie einlegen bzw. am Ausgang der Schaltung anschliessen.
Die rote LED blinkt (umso rascher je tiefer die Alkalibatterie entladen war) und singalisiert damit den gepulsten Ladevorgang.
     4. Sobald die Alkalibatterie ihre Endladespannung erreicht, blinkt die LED immer langsamer bis sie schliesslich dauernd leuchtet.
Der Ladevorgang ist abgeschlossen.
     5. Alkalibatterie herausnehmen und Netzadapter bzw. Solar-Panel abkoppeln.

Hinweise
Hier noch einige Tips aus Erfahrung:
     Es sollten nur teilentladene Alkalibatterien regeneriert werden.
Die Leerlaufspannung der Alkalibatterie sollte min. 1.2V oder mehr betragen.
Der Versuch, eine tiefer entladene Alkalibatterie zu laden, wird in den meisten Fällen fehlschlagen.
     Tiefentladene Alkalibatterien - besonders wenn die Leerlaufspannung unter 1V liegt - sind nicht mehr regenerierbar und sollten entsorgt werden.
Es kann immer vorkommen, dass die Regenerierung einer Alkalibatterie nicht gelingt,
z.B. wenn diese schon zu tief entladen war, zu alt, oder bereits schon ein oder mehrere male zuvor regeneriert wurde (zu hoher Innenwiderstand).
Die Endladespannung wird nie erreicht und die Lade- bzw. Regenerierungs-Schaltung kommt auch nach mehreren Stunden nicht zum Stillstand (LED blinkt immer weiter, wenn auch etwas langsamer).
In diesem Fall sollte nicht mehr versucht werden, die Alkalibatterie weiterzuladen (Auslaufgefahr). Besser ist es, die Alkalibatterie zu entfernen und entsorgen.
     Regenerierte Alkalibatterien tendieren eher zum Auslaufen, und sollten nicht mehr in teure oder wertvolle Geräte eingesetzt werden, besonders solche, die zudem noch viel Leistung benötigen.
Regenerierte Alkalibatterien können in weniger komplexen Geräten aber durchaus noch lange ihren Dienst verrichten.


Erfahrungen und Fazit
Die Schaltung ist nun schon seit geraumer Zeit regelmässig im Einsatz und hat sich bestens bewährt.
Durch den schonenden Ladevorgang (gepulster und moderater Ladestrom) kommt es kaum zum Lauslaufen der Alkalibatterien (obwohl dies hi und da schon mal geschehen kann).
Es hat sich gezeigt, dass einige Marken besser regeneriert werden können und andere eher mal zum Auslaufen neigen (interessanterweise eher die angeblichen Top-Shots auf dem Markt).
Allzuviel darf jedoch von dieser Regeneration nicht erwartet werden.
Bei jedem Aufladezyklus verliert die Alkalibatterie unweigerlich an chemischer Substanz und damit an Ladekapazität.
Dennoch kann das Leben einer Alkalibatterie so wesentlich verlängert werden.

http://www.navina.ch/workshop/alkaline/index.html






Umfassender Wikipedia-Artikel über Alkali-Mangan-Zellen: 

Allgemeines zur Alkali-Mangandioxid-Zelle (Englisch): 

Elektor Halbleiterheft 1985 (Doppelheft Juli/August) ATS 100,- 
7-8/1995, ab Seite 52
7-26 IC-Stromquelle als NiCd-Lader  § LM7805
7-46 Ladeautomat für Bleiakkus        § L200
7-48 Aufwärts-Akkulader                    § LM555 78L05
8-04 Ladekomntrolle für 6,0V & 12V Blei-Gel-Hobbyakkus § BC557B




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              Merkblatt Batterien und Akkus

                                                  Rolf Zinniker

Batterien und Akkus sind im Gebrauch zu oft ein Ärgernis: ihre Leistung befriedigt nicht, die Lebensdauer ist zu kurz, die Kosten zu hoch.
Häufigster Grund dafür ist ungeschickter Umgang aus Mangel an Information.
Dieses Merkblatt soll helfen, Batterien und Akkus richtig zu behandeln und besser zu verstehen.

10 Regeln für den Umgang mit Batterien und Akkus

Regel 1.
Batterien erst gar nicht verwenden.
In manchen Fällen kann man auf die Verwendung von Batterien und Akkus durchaus verzichten:
im Haus netzbetriebene Geräte verwenden (Batteriestrom ist 1000 mal teurer als Strom aus der Steckdose!), draussen Sonnenstrom aus Solarzellen.
Wissen Sie z.B. dass es Solarradios, Dynamo-Taschenlampen, Schwungrad-Rasierer, Velo Rücklichter mit Superkondensator gibt?

Regel 2.
Richtig entsorgen.
Am Ende der Batterie-Lebensdauer die Batterie in einer Verkaufs- oder Entsorgungsstelle zurück geben.
Niemals in den Kehricht werfen.
Noch landet fast die Hälfte dort, ein grosses Pfui allen Wegschmeissern!
Besonders das Cadmium der NiCd Akkus ist ein sehr gefährliches Umweltgift.
Nickel und Nickel-Verbindungen stehen im Verdacht krebserregend zu sein, alle Schwermetalle sind umweltschädlich.
Bei der Entsorgung werden wiederverwendbare Rohstoffe gewonnen.
Achtung:
in vielen Geraeten sind immer noch Akkus 'versteckt' eingebaut, auch diese müssen richtig entsorgt werden.

Regel 3.
Regenerierbare Alkalibatterien verwenden.
Alkalibatterien können mehrmals regeneriert (aufgeladen) werden.
Die normalen je nach Anwendung mehr oder weniger gut (3 bis 10 mal, Unterschiede je nach Marke und Anwendung sind möglich, ausprobieren), die auch in der Schweiz erhältlichen neuen speziell für die Regeneration entwickelten RAM (rechargeable Alkaline Manganese) Typen noch viel besser (10 bis 50 mal).
RAMs gibt es z.B. von Rayovac (Renewal) und von Leclanche (Boomerang).

Regel 4.

Kohle-Zink Batterien meiden.
Diese sind zwar am billigsten, die teureren Alkalibatterien sind jedoch viel leistungsfaehiger (3 bis 5 mal), man braucht weniger oft neue, erzeugt weniger Abfall und fährt damit schlussendlich wesentlich billiger.
Kohle-Zink Batterien dürfen nicht aufgeladen werden.

Regel 5.
Nicht tiefentladen.
Akkuzellen können in den fast immer verwendeten Serieschaltungen umgepolt und beschädigt werden.
Akkuzellen und Batteriezellen sollten nicht unter eine minimale Spannung (ca. 0.8 bis 1V) entladen werden.
Bei Batterien erhöht sich die Auslaufgefahr sehr stark, - deshalb verbrauchte Batterien immer sofort aus den Geräten entfernen sobald diese nicht mehr voll funktionieren, nicht erst wenn das Gerät überhaupt nicht mehr funktioniert!
So können Batterien die in einem Gerät mit hohem Stromverbrauch (Fotoblitz!) nicht mehr brauchbar sind, in einem Gerät mit kleinem Verbrauch (Radio, Uhr) noch sinnvoll weiter verwendet werden.
Tiefentladene Alkali-Batterien sind nicht mehr regenerierbar.
.

Regel 6.

Ni-Cd Akkus regelmässig voll entladen.
Wenn NiCd und NiMH Akkus (ja, beide!) immer schon wieder aufgeladen werden bevor sie voll entladen sind, werden sie 'faul' und geben die volle Leistung nicht mehr ab ('Memoryeffekt').
Eine regelmässige volle Entladung (mindestens jedes 10. mal) bringt den alten Schwung wieder zurück.
Achtung:
voll entladen ist nicht tief entladen!
Das Gerät so lange benützen bis sich erste Schwächezeichen bemerkbar machen (Walkman beginnt zu jaulen, Zahnbürste wird lahm, Taschenlampe brennt nur noch halb so hell) oder es sich selbst ausschaltet (fast alle High-Tech Geräte).

Regel 7.
Nur mit passendem Ladegerät laden.
Die Lebensdauer der Akkus wird vor allem durch falsche Ladung verkürzt.
Auf den jeweiligen Typ zugeschnittene und gute Ladegeräte (für Akkus empfehlenswert mit Entladefunktion) lohnen sich über kurz oder lang.
Alkalibatterien können im falschen Ladegerät vermehrt auslaufen und die Berstmembran kann sogar hörbar platzen.
Eine Explosion ist dagegen ausgeschlossen.

Regel 8.
Beim Kauf von Geräten an die Akkus denken.
Wenn man an den vielleicht bald faelligen Ersatzakku denkt, wird das billigste Gerät oft recht teuer.
Nach der Ladetechnik des Gerätes, der Lebensdauer und Garantiezeit des Akkus, dem Preis für einen Ersatzakku fragen.
Diese Informationen in den Kaufentscheid miteinbeziehen.

Regel 9.
Nicht mehr funktionierende Akkus regenerieren.
Die Erfahrung zeigt, dass weit mehr als die Haälfte der scheinbar nicht mehr funktionierenden Akkus regeneriert werden kann.
Oft genügen einige Zyklen 'voll entladen - voll laden' am einfachsten in einem Ladegeraet mit Vorentladung, besser einem Refresh-Ladegerät, oder einen Akku Refresh-Service benützen, der evt. auch eine kostengünstige Raparatur des Akkus anbieten kann.

Regel 10.
Sich richtig informieren.
Bravo, einen grossen Schritt machen Sie gerade!
Weiter Bedienungsanleitungen lesen (leider noch zu oft unvollstaendig, mangelhaft oder sogar falsch).
Unabhaengige Informationsquellen konsultieren (leider wird in Gerätetests noch fast nie gebührend auf die Akkus eingegangen).
Fragen stellen und sich nicht mit vagen Auskünften zufrieden geben, im Notfall den Autor anrufen.


Batterie oder Akku?
Genau genommen ist eine Batterie eine Primaerstromquelle.
Sie wird betriebsbereit geladen fabriziert und ist als Wegwerfartikel für eine nur einmalige Entladung vorgesehen.
Ein Akkumulator, kurz Akku, ist dagegen eine Sekundaerstromquelle, die normalerweise entladen fabriziert wird und vor dem Gebrauch zuerst aufgeladen werden muss.
Dafür kann ein Akku immer wieder verwendet werden, er kann bis zu 500 bis1500x geladen und entladen werden.
Häufig bezeichnet man einen Akku auch als wiederaufladbare Batterie (im englischen Sprachgebrauch ist dies sogar die normale Bezeichnung).
Achtung:
die teuersten Batterien und Akkus sind nicht immer auch die besten!
.
Tatsächlich kann man auch die am weitesten verbreitete Primaerstromquelle, die Alkalibatterie, wieder aufladen, zwar nur begrenzt und viel weniger oft als Akkus, aber trotzdem für die Umwelt und das Portemonnaie sehr lohnend.
Um den Unterschied zum Akku herauszustreichen, spricht man bei Alkalibatterien auch von 'regenerieren' oder 'erneuern' und behält 'aufladen' dem Akku vor.
Der Einsatz von Akkus lohnt sich nur in Geräten die häufig benützt werden (z.B Walkman) oder einen grossen Stromverbrauch haben (z.B. Camcorder).
Fuer Geräte die man selten benuetzt (z.B Autonotlampe) oder einen kleinen Stromverbrauch haben (z.B. Uhr) sind Alkalibatterien besser.


Batterie - und Akku Typen
Batterien und Akkus bestehen aus zwei Elektroden (Anode=Minuspol, Kathode=Pluspol) und einem diese verbindenden Elektrolyten.
Weitere Teile wie Separator, Dichtungen, Isolatoren, Stromkollektor und Gehäuse sind zwar nicht an der chemischen Reaktion beteiligt aber ebenso wichtig.
Die wesentlichen chemischen Reaktionen sind eine Oxidation der Anode und eine Reduktion der Kathode bei der Entladung, eine Reduktion der negativen Elektrode und eine Oxidation der positiven Elektrode bei der Ladung (falls Ladung möglich).
Von den vielen Typen sind je die zwei ersten der folgenden Beschreibung allgemein verbreitet.

Batterien
Kohle-Zink:
Die älteste Batterietechnologie, 1866 vom Telegraphie ingenieur Georges Lionel Leclanche erfunden (wird deshalb auch als 'Leclanche - Element' bezeichnet).
Es ist die billigste Batterie mit der leider geringsten Leistungsfähigkeit.
Sie sollte nur noch verwendet werden wenn wirklich der Kaufpreis alles entscheidet (boese Zungen behaupten, dass jeweils gegen das Monatsende der Verkauf ansteigt!).

Alkali:
Ist die heute allgemein empfehlenswerte Universalbatterie (wird auch mit 'Alkaline' und 'Alkali-Mangan' bezeichnet).
Sie ist zwar nahe verwandt mit der Kohle-Zink Batterie, aber in allen Beziehungen (ausser dem Preis) wesentlich besser (auch hier ist der kleine Unterschied entscheidend).
Auch 'normale' und 'wiederaufladbare' unterscheiden sich nur in Details.

Zink-Luft:
Wird vorwiegend in Hörgeraeten eingesetzt, weist zur Zeit die grösste Energiedichte auf.
In Gebrauch leider hohe Selbstentladung.

Lithium:
Häufiger Einsatz in Uhren und Kameras, sehr lange Betriebsdauer (bis über 10 Jahre) bei sehr kleinen Strömen.
Höhere Zellenspannung im Bereich von 3V.
Achtung:
keinesfalls öffnen oder aufladen!


Akkumulatoren

Nickel-Cadmium   NiCd:
Trotz der nicht sehr grossen Energiedichte allgemein empfehlenswert (preiswert, robust, richtig angewendet sehr lange Lebensdauer, sehr hohe Ströme) - wenn nicht das Cadmium so hochproblematisch wäre.
Deshalb ist der Einsatz nur sinnvoll, wenn die hohe Lebensdauer tatsächlich ausgenützt und die richtige Entsorgung strengstens eingehalten wird.
Nicht empfehlenswert für Geräte die nur gelegentlich benützt oder einen kleinen Stromverbrauch haben (Selbstentladung zu hoch und Lebensdauer nicht ausnützbar).

Nickel MetallHydrid NiMH:
Allgemein empfehlenswert, direkter Ersatz für NiCd mit hoeherer Energie dichte, jedoch teurer, empfindlicher und noch etwas raschere Selbstentladung.
Für sehr hohe Stroeme weniger geeignet.
Enthält keine zur Zeit als problematisch eingestuften Stoffe, muss aber trotz dem richtig entsorgt werden (wegwerfen ist hier auch eine unsinnige Verschleuderung von Rohstoffen).

Lithium-Ionen Li-Ion:
Sehr hohe Energiedichte, leicht, wird zunehmend bei höchsten Ansprüchen ein gesetzt.
Noch bestehende minimale Sicherheitsprobleme dürften eine grosse Verbreitung bald nicht mehr behindern.
Höhere Zellenspannung von 3,6V.
Achtung:
nichts zum Basteln und für Experimente!

Blei-Säure  Pb und GEL:
In jedem Auto vorhanden, äusserts robust aber für Anwendung in Geräten unhandlich.


Übersichtstabelle
Typ             Anode          Kathode    Elektrolyt      Energie Dichte
--------------------------------------------------------------------------
Kohle-Zink  Zn MnO2   ZnCl2           65 Wh/kg      100 Wh/Liter
Alkali          Zn MnO2    KOH          125                  330
Zink-Luft     Zn O2        KOH           340                1050
NiCd           Cd Ni         KOH             30                 130
NiMH *        Ni               KOH             55                 190
Li-Ion           LiAl           MnO2            90                 270
* diverse Lanthaniden- und Ti/Zr Legierungen


Ladetechnik für NiCd und NiMH Akkus

Bei allen Akkus ist weder die Stromentnahme (entladen) noch die Stromaufnahme (laden) kritisch und wesentlich die Lebensdauer bestimmend.
Viel wichtiger ist, im richtigen Moment mit der Entladung und Ladung aufzuhören.
Da zur Zeit für allgemeine Anwendungen nur NiCd und NiMH Akkus verbreitet sind, beschränken sich die folgenden Ausführungn auf diese beiden Typen.

Bei der Entladung sollte eine minimale Spannung nicht unterschritten werden (ca. 0,8 bis 1,0V), es soll keine Tiefentladung stattfinden.
Dies kann relativ einfach eingehalten werden:
high-tech Geräte (wie Computer, Camcorder) schalten sich automatisch aus, einfachere funktionieren nicht mehr richtig (Walkman, Radio, Taschenlampe) sodass sie der Anwender ausschaltet (es wäre völlig falsch, sie einfach bis zum 'Gehtnichtmehr' weiter laufen zu lassen).
.
Bei der Ladung sollten die Zellen nicht überladen werden, die Ladung muss bei erreichen der Volladung beendet werden.
Dies ist leider bei unseren NiCd und NiMH Akkus nicht trivial.
Leider ist es nicht möglich, bei geschlossenen Akkus (und auch Batterien) von aussen den Ladezustand genügend exakt (auf 10% genau wäre schon sehr gut, aber nicht genügend) zu bestimmen.
Es kann nur während der Ladung detektiert werden wann Volladung erreicht ist.
In high-tech Geräten wird zunehmend der Ladezustand laufend durch Messung und Integration des Akkustromes berechnet (Stichwort 'Gas Gauge' und 'Smart-Battery' und danach die Ladung beendet.

Konstantstrom Ladung NiCd NiMH:
Die einfachste und immer noch häufigste Methode ist, den konstanten Ladestrom so klein zu wählen, dass die Zellen damit gar nicht schädlich überladen werden können.
Alle Akkuzellen werden chemisch so ausgelegt, dass sie einen genügend kleinen Ladestrom ohne Schaden fast beliebig lange ertragen.
Eine Detektion der Volladung entfällt, das Ladegerät wird extrem einfach (Beispiel '15 Franken' NiCd-Lader), die Zeit zur Volladung einer leeren Zelle liegt etwa bei 12 bis 16 Stunden.

Zeitgesteuerte Ladung:

Während einer durch einen Timer (Zeitzähler) bestimmten festen Zeit wird mit konstantem Strom geladen.
Strom und Zeit (effektiv das Produkt beider) werden so festgelegt, dass ein voll entladener Akku gerade wieder voll geladen wird.
Diese Methode ist sehr gut (geradezu ideal), falls der Akku tatsächlich voll entladen ist und die der Berechnung zu Grunde liegende Kapazität aufweist.
Die erste Bedingung verlangt leider eine (zu) grosse Disziplin vom Anwender, die zweite führt dazu, dass ein einmal geschädigter Akku (er hat Kapazitaet verloren, z.B. durch Ueberladung), immer mehr beschädigt wird.

Temperaturgesteuerte Ladung:
Bei Überladung beginnt sich jeder Akku zu erwärmen (je höher der Ladestrom, desto stärker).
Bei der temperaturgesteuerten Ladung beendet dieser Temperaturanstieg die Ladung.
Nachteilig (nicht sehr) ist, dass zwangsweise bei jeder Ladung eine der Lebensdauer abträgliche Erwärmung stattfindet.

Spannungsgesteuerte Ladung Pb, GEL:
Die Akkuspannung beginnt vor der Volladung stärker anzusteigen, erreicht etwa bei Volladung ein Maximum und sinkt danach wieder leicht ab.
Dieser typische Verlauf kann detektiert und die Ladung danach beendet werden.
Der notwendige Aufwand ist bedeutend groesser als bei allen anderen vorausgegangenen Methoden, das Resultat jedoch sehr gut.
Am häufigsten wird nur der leichte Rückgang der Spannung detektiert, man bezeichnet dies als 'minus delta U' Methode (-dU).

Kombiniert gesteuerte Ladung U/I:
Alle genannten Lademethoden können miteinander kombiniert werden.
Dadurch wird eine maximale Sicherheit gegenüber einer unzulässigen Überladung erreicht.
Dies ist umso wichtiger je rascher die Ladung erfolgt (Normalladung C10 - Schnelladung in wenigen Stunden C3  C2 1C - Ultra-Schnelladung in weniger als einer Stunde 2C 3C 5C).
Sehr gute und professionelle Ladegeräte verwenden immer eine kombiniert gesteuerte Ladung.
.

Die folgenden beiden Zusatzfunktionen können mit allen beschriebenen Lademethoden kombiniert werden.
Vorentladung:
Vor der Ladung wird der Akku voll entladen.
Dies ist bei zeitgesteuerter Ladung notwendig, um auch nur teilentladene Akkus ohne eine schädliche Überladung laden zu können.
Die Akkus werden durch die Vorentladung wachgerüttelt, der bei NiCd und NiMH feststellbare Kapazitaetsverlust bei wiederholter nur Teilentladung wird rückgängig gemacht.
Dieses Phaenomen ist als 'Memoryeffekt' bekannt.
Nachteilig ist bei noch stark geladenen Akkus der Zeit- und Energieverlust und (weniger) eine verkürzte Nutz-Lebensdauer (auch die Vorentladung zehrt an der Lebensdauer).

Impuls Ladung:
An Stelle von Gleichstrom werden Stromimpulse zur Ladung verwendet und gleichzeitig nach jedem Ladeimpuls ein kurzer Entladeimpuls eingefügt (Glur Ladeverfahren).
Dadurch wird die Strukturierung des Elektrodenmaterials günstig beeinflusst, die Lebensdauer verlängert und der Memoryeffekt unterdrückt.
Wird zur Zeit wegen des Aufwandes fast nur in professionellen Ladegeräten eingesetzt.


Ladetechnik für AlkaliBatterien
Die Ladetechnik für Alkalibatterien (normale und erneuerbare) ist einfach:
die Ladespannung muß nur auf einen Wert von ca. 1.65V begrenzt werden, bei deren Erreichen nimmt die Batterie automatisch nur noch solange Strom auf, bis sie voll geladen ist.
Eine Volladung kann allerdings recht lange dauern (bis 1 Tag und länger), mit Impulsladung lässt sich Zeit gewinnen.
Normalen Alkalibatterien kann man 3x und mehr Wiederaufladen,  grosse Unterschiede sind je nach Marke, Entladezustand und Anwendung möglich, ausprobieren lohnt sich.
Hier ist es günstig, die Batterien möglichst häufig nachzuladen und gar nie voll zu entladen.

Quelle:
Rolf Zinniker

IfE, Institut für Elektronik ETH
Dr. Rolf Zinniker
Gloriastrasse 35
CH-8092 Zürich
Tel. 01 632 27 39
Fax. 01 632 12 10
mailto:zinniker@ife.ee.ethz.ch

Rolf Zinniker: Merkblatt Batterien und Akkus. 25. August 2003, abgerufen am 3. Mai 2011 (PDF; 151 kB).



Alkali Mangan Refresher
https://groups.google.com/forum/#!topic/de.sci.electronics/gyIBPqMQlTc

     Alkali-Batterien laden mit elowi Batterie-Ladegerät
Aus für Zinnikers Alka-Richarger / Alkaricharger elowi  Batterieladegerät
1994 machte Rolf Zinniker von der Technischen Hochschule in Zürich Schlagzeilen.
Der Elektroingenieur präsentierte ein Ladegerät, mit dem sich ganz gewöhnliche Haushaltsbatterien, die so genannten Alkali-Batterien, wieder aufladen lassen.
Ein millionenfach produzierter Wegwerfartikel wurde wiederverwertbar.
Doch durchgesetzt hat sich Zinnikers Idee nicht.
Und drei- bis fünfmal pro Batterie rechnet sich das auch, das belegen Rolf Zinnikers Experimente.
Danach wird die Kapazität so gering, dass der Aufwand kaum noch lohnt.
Wer seine Haushaltsbatterien überwinden möchte, sollte allerdings ein spezielles Ladegerät verwenden wie etwa den von Zinniker entwickelten Alka-Richarger.
Eine simple Elektronik darin überwacht, dass eine bestimmte Ladespannung nie überschritten wird, weil sonst giftige Elektrolytlösung auslaufen könnte.
Allerdings wird das Ladegerät seit Jahren nicht mehr hergestellt.
Der Produzent, die badische Firma Elowi in Teningen, hat Ende der 1990er Jahre Pleite gemacht.
„Es ist einfach nicht damit getan, ein gutes Produkt zu entwerfen, herzustellen.
Es ist wesentlich mehr Aufwand, dieses nachher auch unter die Leute zu bringen.

https://www.gekaho.de/alkaricharger-batterieladegeraet-fuer-normale-baterien-aa-aaa/


Quelle:
https://www.deutschlandfunk.de/tolle-idee-was-wurde-daraus.676.de.html?dram:article_id=23451



Alkali-Mangan-Batterie

Kapazität (Entladung bis 0,8 V)                                        : 2000mAh bis 2800mAh
Innenwiderstand                                                               :  0,15 Ohm
Selbstentladung pro Monat (bei 20 °C)                             :  0,2%
Kapazität bei konstanter Selbstentladung nach 5 Jahren : 85%
Ladeschluss-Spannung                                                     : 1,6..1,73V

Wiederaufladen
Teilentladene Alkali-Mangan-Primärbatterien ( > 1,15V ) können unter Umständen mehrfach (3x bis max. 10-mal) wieder aufgeladen werden.
Dazu legt man an eine Zelle eine Konstantspannung von 1,65 V an; der Ladestrom stellt sich entsprechend ein.
Ladegeräte für Nickel-Cadmium- (NiCd-) oder Nickel-Metallhydrid- (NiMH-)Akkus sind nicht geeignet ! ! !

Als besonders effektiv hat sich die Ladung mit asymmetrischem Wechselstrom erwiesen.
In nebenstehender Abbildung ist eine einfache Ladeschaltung für Alkali-Mangan-Zelle dargestellt.
http://www.jtxp.org/tech/alkalirefresher.htm

Über die obere Diode und R1 wird die Batterie mit der positiven Halbwelle des Wechselstroms geladen, und über die untere Diode und R2 mit der negativen Halbwelle wieder entladen.
Dadurch wird kristallinen Ablagerungen an den Elektroden der Batterie entgegengewirkt, wie auch Gasbildungen, die zum Explodieren der Batterie führen könnten.
Die folgenden Werte beziehen sich auf 1Stk. Mignon (AA) Alkaline-Batterie.

R1 wird so eingestellt, daß etwa 80 mA über die obere Diode fließen, und R2 so, daß etwa 20 mA über die untere Diode fließen.
Im Normalfall ist die Ladung abgeschlossen, wenn die Spannung an der Batterie etwa 1,7 V erreicht hat.
Bei diesem Ladestrom dauert der Ladevorgang etwa 24-30 Stunden, je nachdem, wieweit die Batterie vorher entladen war. Vollständig entladene Batterien oder auslaufende Batterien sollten nicht wieder aufgeladen werden.
Das Aufladen von Alkaline Batterien ist mit dieser Methode normalerweise ungefährlich.

Kommerzielle RAM-Ladegeräte arbeiten ebenfalls mit konstantem Ladestrom, der jede Sekunde für wenige Millisekunden unterbrochen wird, um die stromlose Zellenspannung zu messen.
Wenn diese 1,73 V überschreitet, dann wird der Ladestrom so lange abgeschaltet, bis die Zellenspannung 1,69 V wieder unterschritten hat.
Die Konstantspannungsmethode ist zwar langsamer, aber dafür sicherer.

Die Aufladung wird umso schwieriger, je mehr die Batterie vorher entladen wurde – vollständig entladene Batterien können daher kaum mehr geladen werden.
Primärbatterien sind nicht zum Wiederaufladen ausgelegt.
Sie können beim Ladevorgang insbesondere undicht werden und auslaufen.
Eine Explosion einer Alkali-Mangan-Zelle ist unwahrscheinlich (geringe Druckfestigkeit, fehlender Berstschutz).
Es besteht jedoch die Gefahr, dass durch den Druckaufbau der Mittelstift ausgetrieben wird und die Zinkpaste explosionsartig entweicht.

In der Praxis kann man Alkali-Mangan-Batterien mit kleinen photovoltaischen Solarzellen von unter 100 mA Ladestromstärke gut aufladen.
Die Spannung bleibt dabei unter dem Wert von 1.65 V.
Die damit teilgeladenen Batterien kann man für Zwecke mit niedrigem Stromverbrauch wie zum Beispiel für eine Beleuchtung mit Leuchtdioden benutzen.
Da die Batterien jedoch nach mehreren Ladezyklen auszulaufen beginnen, ist es angebracht sie nicht im Batteriefach von Elektrogeräten, sondern in separaten, leicht zu reinigenden Batteriehaltern aufzuladen.

Batterien
Die Alkan-Mangan-Batterien eignen sich für Niedrigstrom-Anwendungen.

RAM-Zellen
Die wiederaufladbaren RAM-Zellen eignen sich nur für Niedrigstrom-Anwendungen, wie z. B. in Uhren oder Fernbedienungen.
Für Hochstrom-Anwendungen, wie z. B. in Digitalkameras, Akku-Werkzeugen oder Modellfahrzeugen, sind sie nicht geeignet und können dabei beschädigt werden.
Des Weiteren dürfen RAM-Zellen nicht komplett entladen werden, da die RAM-Zellen dadurch Schaden erleiden, was zwangsläufig eine verkürzte Lebensdauer zur Folge hat.
Eine Benutzung in einem Gerät, bis dessen Batteriezustandsanzeige eine Warnmeldung ausgibt, ist auf jeden Fall zu vermeiden.
Die Zellspannung sollte nicht unter 1,2 V sinken.
RAM-Zellen sollten nur im geladenen Zustand gelagert werden.



Quelle:
http://www.chemie.de/lexikon/Alkali-Mangan-Batterie.html
https://www.reichelt.de/reicheltpedia/index.php/Batterie




********************************************************I*
    Umweltfreundlicher ist es heute allerdings
   nur mehr eneloop Akkus zu verwenden ! ! !
   LSD-NiMH-Akkus  (low self discharge NiMH)

       SONY eneloop NiMH LSD Akkus

1,0 V / Zelle Unterspannungs-Abschaltung
JEDES ZU TIEFE ENTLADEN unter 1,0 Volt / Zelle beschädigt IMMER jede NiMH Zelle!
Ein NiMH-Akkumulator mit geringer Selbstentladung (englisch low self-discharge NiMH battery oder kurz LSD-NiMH) ist eine Variante von Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren (NiMH), die sich gegenüber herkömmlichen Typen durch eine erheblich reduzierte Selbstentladung auszeichnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/NiMH-Akkumulator_mit_geringer_Selbstentladung

Die Pro-Modelle sind mechanisch etwas größer als die anderen Ausführungen.
Wenn Sie eneloop zum Beispiel einmal pro Woche entladen und wieder laden, haben Sie 19 Jahre etwas davon.
Durch die „Super-Latice-Alloy Technologie“ von PANASONIC und die verbesserte Zusammensetzung des Elekrolyten konnte die Selbstentladung drastisch verringert werden.

Benötigt die Eneloop ein spezielles Ladegerät?

Die Antwort: NEIN.

Die Eneloop oder auch alle andern "ready to use" Akkus benötigen kein spezielles oder extra Ladegerät.

Die Eneloop Akkus können in Ihren bisherigen bzw. in jeden Standard NiMH Ladegerät aufgeladen werden, wir empfehlen folgende Ladegeräte:


https://www.panasonic-eneloop.eu/de/nachrichten/akkuwartung

Die NiMH-Akkus können mit einer Laderate von C/1 geladen werden, das entspricht bei einem 2000 mAh Akku einem Ladestrom von 2,0 Ampere.
Die Ladezeit beträgt bei 1C 2,0Amp     dabei ca. 1,1 Stunden.
Die Ladezeit beträgt bei   C10 200mA  dabei ca. 16 Stunden.
Innenwiderstand  wenn auf 1,0V entladen    ca. 25 mOhm


Conrad energy (Handelsmarke) Endurance
IKEA LADDA Akku, aufladbar
Panasonic (Originalhersteller seit 4. Generation) Eneloop
Sanyo        (Originalhersteller bis zur 3. Generation) Eneloop
Sony        Cycle Energy Blue
Topcraft2 (Aldi-Handelsmarke) geringe Selbstentladung
Tronic      (Lidl-Handelsmarke) Ready to use
Varta        Ready to use, auf Verpackung auch Pre-charged
GP           (Originalhersteller) ReCyko+
Duracell    ActiveCharge, Pre-Charged, StayCharged




4 Stk. € 8,- bis 12,-
Panasonic eneloop AA Mignon Akku 8 St. ab € 16,-
https://www.panasonic-eneloop.eu/de/produkte


                                         eneloop pro   eneloop AA      eneloop AAA      LADDA AA          LADDA AAA        LADDA AAA
                                            2400mAh    2000mAh         800mAh             2450mAh € 1,75  900mAh  € 0,88   500mAh € 0,75
Kurzschlußstrom geladen                      7,4 bis 8,0A      4,8 bis 5,6A       9,5 bis 9,9A          7,0 bis 7,6A
Kurzschlußstrom entladen                                                                        0,2A
Lade-Schlußspannung                          1,65V
Leerlaufspannung                             1,28V bis 1,42V
Entlade-Schlußspannung                      1,00V


http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/1100000-1199999/001188321-da-01-en-ENELOOP_MIGNON_AKKU__4ER_SET.PDF




Alle Eneloops sollen etwas tieftemperaturtauglicher sein als normale NiMH-Zellen.

Akkus von eneloop übertreffen die Leistung anderer wiederaufladbarer Akkus, da sie bis zu 2.100 Mal wieder aufgeladen werden können.
Kurz:
Das entspricht 2.100 Einwegbatterien.
Eine einmalige Investition in ein eneloop Akkus amortisiert sich nach einigen wenigen Ladungen und schont außerdem die Umwelt.
Im Unterschied zu anderen Akkus müssen eneloop-Akkus nicht direkt nach dem Kauf aufgeladen werden, da sie mit Solarenergie vorgeladen und sofort einsatzbereit sind.
Akkus, die nicht sofort einsatzbereit sind, verlieren ihre Ladung mit der Zeit, wohingegen eneloop Akkus 70 % ihrer Ladung bis zu 10 Jahre lang bewahren.

http://www.eneloop.info/de/home/warum-eneloop/

Der größte Vorteil von eneloop im Vergleich zu üblichen Akkus ist die extrem geringe Selbstentladung.
Einmal aufgeladen behält eneloop seine Ladung, auch wenn er bis zu 3 Jahre gelagert wird.
(85 Prozent der Ladung nach 1 Jahr, 80 Prozent nach 2 Jahren, 75% nach 3 Jahren)
Für einen Akku ist dies ein revolutionärer Vorteil.
Keine Sorgen mehr über den Ladungszustand Ihres Akkus.
Einfach aufladen und aufbewahren.
Auch nach Monaten werden Sie einen fast noch vollen Akku haben.



- Ladestrom: Laut Datenblatt von Sanyo vertragen die AA-Eneloops 1C.
Zu niedrig sollte der Ladestrom nicht sein, da sonst das Delta-Peak-Verfahren nicht mehr richtig funktioniert.
Ich lade sie in einem 4-er-Pack.
Sie sind nach Ladeschluß 34°C warm (bei 20 °C Zimmertemperatur). Und das schön gleichmäßig!
- Schädigung: findet bei Überhitzung statt > 40°C.
Sicherheitsschaltung sollte also per Temperatursensor (Abschaltung bei 40°C) erfolgen.
NiMH-Akkus (generell, Eneloops eingeschlossen) erhitzen sich erst gegen Ladeschluß, also wenn die Zellspannung 1,5V überschreitet, und dann abhängig vom Ladestrom.
Wenn man also dabei bleibt und sieht, daß die Spannung plötzlich deutlich ansteigt, bzw. fühlt, daß sich die Akkus zu erwärmen beginnen, kann man die Akkus vom Ladegerät trennen.
Es ist NICHT erforderlich, bis zum automatischen Abschalten des Ladegerätes zu warten.
- Entladung: nicht erforderlich.
Aber auch nicht schädlich, wenn man als Mindestspannung 1,1V Zellspannung nicht unterschreitet (offiziell 1,0V, aber sicher ist sicher).
Da die Spannung ab dem Punkt sowieso rapide in den Keller geht, kann man bei 1,1V davon ausgehen, daß der Akku leer ist.
Ich beziehe mich hierbei auf die LEERLAUFSPANNUNG
- Aufladen: hier habe ich einen Effekt beobachten können.
Wenn man die Eneloops nur bis 90% volllädt, halten sie beim Entladen ein höheres Spannungsniveau.

Alle Akkus immer nur kurz vor dem Einsatz volladen.




Buch "Akkumulatoren" auf Seite 95, Punkt 3.2.7

von Wolfgang Gellerich

ISBN 978-3-95631-295-3 (zweite Ausgabe).



********************************************************I*

                          Alkali-Refresher

                                    Einfachst Ladegerät.

Für viele elektronische Kleingeräte sind alkalische Batterien noch immer die Energiequelle mit den besten Langzeiteigenschaften.
Dass sich die gemeine Alkali-Mangan-Zelle unter günstigen Bedingungen ein paarmal "wiederauffrischen" lässt, ist natürlich schon ein alter Hut.
Hier mal eine etwas unkonventionelle Schaltung speziell für diesen Zweck:
Die Zelle wird zunächst elektrochemisch wachgerüttelt und ganz langsam wieder aufgeladen.

Bild 1 Print / Leiterplatte


1. Idee
Lange, bevor Batteriehersteller auf die Idee kamen, ihre hochgezüchteten Alkali-Mangan-Zellen als "Alkali-Akkus" zu deklarieren, um diese zusammen mit sogenannten High-Tech-Ladegeräten zu Phantasiepreisen auf den Markt zu bringen, lange vorher haben unerschrockene Hobbyisten schon die eine oder andere normale Alkali-Mangan-Zelle "wiederaufgefrischt" - und das oftmals mit ganz einfachen Universal-Ladegeräten, wie sie auch heute noch (von geduldigen Leuten) für das Normalladen von NiCd-Akkus verwendet werden.

Dabei kommt es praktisch nie zu den versprochenen "Bränden und Explosionen", oft aber zu einem positiven Aha-Erlebnis:
Das Wiederauffrischen funktioniert in der Tat, und zwar am besten, wenn man die Zelle vorher nicht allzu tief entladen hat, und wenn man sich damit ein wenig Zeit lässt.
Bei moderaten Ladeströmen von etwa 50mA ist die Sache auch ganz allgemein recht gefahrlos.

Die Elektronik dieser wahrhaft universellen Billiglader besteht meist nur aus Dioden und Widerständen sowie einem weichen Trafo, der strombegrenzend wirkt. (...wohlwollende Bezeichnung: "Konstantstrom-Lader" ;-)
Hier wird also mit pulsierendem Gleichstrom geladen, und diese Behandlung scheint erfahrungsgemäß auf das Alkali-Mangan-System einen positiveren Effekt zu haben, als reine Gleichstromladung.
Auch die wenigen bekannteren Selbstbauschaltungen für Alkali-Akku-Lader bzw. Alkali-Refresher [Links] arbeiten alle mit pulsierenden Ladeströmen; dazu braucht's nicht einmal einen Mikroprozessor und schon gar kein "patentiertes Impulsladeverfahren"...

Mein Konzept eines Alkali-Refreshers geht noch einen Schritt weiter und greift die Idee einer Wechselstrombehandlung auf:
Wechselstrom bewirkt in einer elektrochemischen Zelle eine (kontrollierbare) Depolarisation der Elektroden bzw. angelagerter Ionenkomplexe.
Unter bestimmten Bedingungen kann man sogar erreichen, dass die reversiblen Elektrodenprozesse gefördert werden, während die irreversiblen Reaktionsmechanismen tendenziell unterdrückt werden.
Diese längst bekannte Tatsache machen sich diverse elektrochemische Analyseverfahren zunutze (z.B. die Wechselstrom-Polarographie).
Auch beim Wiederauffrischen von Alkali-Mangan-Zellen möchte man am liebsten nur die reversiblen ("guten") Elektrodenreaktionen unterstützen, damit das Element möglichst viele Lade-/Entladezyklen mitmacht.
Es ist klar, dass man von Wiederauffrischverfahren bei Primärelementen keine Wunder erwarten darf; dazu sind die Zellen doch zu sehr auf ex-und-hopp ausgelegt und der herstellerspezifische chemische Cocktail zu schlecht kalkulierbar.
Und dennoch - wenn es gelingt, die Zellenchemie durch Wechselstrombehandlung auch nur wenige Male zu reaktivieren, dann hätte sich der Aufwand bereits gelohnt.
(Wer's nicht aus Umweltgründen einsehen will, eine Kostenrechnung findet sich weiter unten.)

In der vorliegenden Schaltung wechseln sich Lade- und Entladestrom 50 Mal in der Sekunde ab, um den Regenerierungseffekt zu optimieren.
Eine leichte Verschiebung des Tastverhältnisses zugunsten des Ladestroms bewirkt den Wiederaufbau von Kapazität.

Die hier vorgestellte Lösung basiert allein auf dem Spannungsgefälle gewöhnlicher Siliziumdioden.
So erreicht man auf verblüffend einfache Weise eine dynamische Anpassung der Pulsbreiten von Lade-/Entladeströmen an das aktuelle Spannungspotenzial der Zelle.
Ein Überladen der Zelle und mithin das Aufkommen eines zu hohen Innendrucks ("Plopp") wird damit praktisch unmöglich gemacht.
Spätestens bei 1,65 ..1,75 Volt Zellenspannung stellt sich ein Gleichgewichtszustand ein, bei dem die Zelle nur noch von Wechselstrom durchflossen wird.
Womit wir auch schon bei einem offensichtlichen Nachteil dieses Verfahrens wären:
Der Wirkungsgrad dieser Methode ist vergleichsweise schlecht, weil die Wechselstromkomponente zu jedem Zeitpunkt nahezu die gleiche Verlustleistung bewirkt.
Deshalb sollte man das Verfahren auch nur mit relativ niedrigen Strömen betreiben, um diese Belastung gering zu halten.
Mit der vorgestellten Schaltung, deren effektiver Netto-Ladestrom höchstens 30mA beträgt, kann das Wiederauffrischen einer Mignon-Zelle gut und gern 48 Stunden dauern.
Es handelt sich also um einen ausgesprochenen "Langsam-Lader".

2. Hinweis:
Für die Wirksamkeit und Sicherheit dieses experimentellen Verfahrens kann ich selbstverständlich keine Garantie übernehmen.
Ladegeräte sollten grundsätzlich nicht ohne Aufsicht betrieben werden.
Ich persönlich halte das Verfahren bei niedrigen Strömen für ausgesprochen sicher und habe mit dem hier beschriebenen Gerät in den letzten Jahren über 100 alkalische Primärelemente erfolgreich wieder aufgefrischt.
Ausnahmen bestätigen die Regel, weitere Erfahrungen siehe weiter  unten unter 9.



3. Schaltung

Bild 2: Wiederauffrischverfahren mit alternierenden Lade-/Entladeströmen

Habe das auch mal gebaut gehabt. 
Da das Aufladen sehr lange dauert, habe ich immer die Aufgeladen gelagert damit man sofort Reseve hat.
Leider sind diese sehr oft ausgelaufen bzw. Kristallblühen war aufgetreten. Die Idee ist gut, die Praxis leider Schrott.


4. Schaltungsdetails
Die übersichtliche Grundschaltung des Alkali-Refreshers ist in Bild 2 wiedergegeben.

Ein Ladestrom kann nur über R1 = 18..22 Ohm  /  0,5W und D1 = 1N4001 fließen.
Leuchtdiode LED1 5V/10mA und Vorwiderstand R2  = 470 Ohm dienen nur zur Kontrolle, ihr Betriebsstrom trägt nicht nennenswert zum Ladestrom bei.
R = 8,5Vs - 1,8Vled / 14mA = 478R
Ein Entladestrom in umgekehrter Richtung kann nur über R1 und die fünf in Reihe geschalteten Dioden D2 .. D6  =1N4448 fließen.

Die Reihenschaltung von 5 Siliziumdioden hat aber eine Schwellenspannung von immerhin 5 x 0,7V = 3,5 Volt.
Ein Entladestrom kann überhaupt nur fließen, wenn die Momentanspannung an der Trafowicklung zusammen mit der Zellspannung besagte -3,5V überschreitet.
Im ausgeschalteten Gerät und in der Nähe der Nulldurchgänge fließt kein Lade- oder Entladestrom.

Somit ergeben sich beim Betrieb an einer sinusförmigen Wechselspannung unterschiedliche Tastverhältnisse für Lade-/Entladestrom, und zwar abhängig vom Verhältnis der aktuellen Zellenspannung zur (schaltungstechnisch festgelegten) Differenzspannung zwischen D1 und D2-D6, siehe 5. Schemata:
Bei niedriger Zellenspannung (unter 1V) überwiegt eindeutig der Ladestrom, mit zunehmender Zellenspannung nimmt er im Verhältnis zum Entladestrom immer weiter ab, bis sich schließlich bei etwa 1,7 Volt (...das ist "zufälligerweise" die für Alkali-Akkus empfohlene Ladeschlussspannung...) ein Gleichgewichtszustand einstellt.

Im Prinzip ginge es noch einfacher, indem man die Parallelschaltung von D1 und D2 .. D6 durch eine einzige Zenerdiode 3,6V (nächsthöherer Normreihenwert) ersetzt.
Auch diese Variante wurde getestet, aber schnell wieder verworfen.
Wegen der höheren Leistungsdichte wird die ZD doch relativ heiß.
Sie müsste daher für mindestens 1,3W Belastbarkeit ausgelegt sein, und das wird nicht mehr viel günstiger, als die Lösung mit 6 Einzeldioden.

Da die maximale Spannungsdifferenz zwischen D1 und D2 .. D6 eine feste Größe ist, funktioniert das Verfahren prinzipiell auch an einem Trafo mit höherer Effektivspannung, zum Beispiel 9,0V oder 12V.
Allerdings würde das Wiederauffrischen damit nicht sehr viel schneller gehen, weil sich bei höherer Trafospannung die Flächen von Lade- und Entladestrom gleichermaßen vergrößern; ansteigen würde vor allem die thermische Verlustleistung insgesamt.

Ab zwei Zellen sollte man die Ladekreise über Kreuz anschließen, damit der Netztrafo möglichst symmetrisch belastet wird.
In der Originalladeschaltung haben sie es genauso gemacht.
Das Entladen einer Zelle trägt hier jeweils zum Ladestrom der anderen Zelle bei, und der Trafo erreicht einen etwas weniger schlechten Wirkungsgrad.

Theoretisch könnte man über die Batteriehalter einen direkten Kurzschluss der Sekundärwicklung fabrizieren.
Zusätzlich zur (angeblich vorhandenen) Thermosicherung im Trafo erschien es mir angebracht, eine austauschbare Schmelzsicherung einzubauen.
Auslösewert bei der vorliegenden Schaltung unter Verwendung eines 6V / 5VA-Trafos: etwa 100mA pro Ladeschacht.
Der Niederspannungskreis wurde beim Prototyp mit 400mA/flink abgesichert.
Mit anderen Trafos und/oder anders dimensionierten Vorwiderständen sollte man den ungefähren Auslösewert am besten experimentell ermitteln.
Es versteht sich von selbst, dass man in eigenem Sicherheitsinteresse darauf achten sollte, dass die Belastung des Trafos auch mit der neuen Beschaltung im Rahmen des Zulässigen bleibt.



5. Schemata

Bild 3a: Lade-/Entlade-Stromflächen beim Alkali-Refresher in Abhängigkeit von der Zellenspannung
Trafo 6,0Vac, entspr. Us=8,5V). Uz=0,5V



Bild 3b: Lade-/Entlade-Stromflächen beim Alkali-Refresher in Abhängigkeit von der Zellenspannung
Trafo 6,0Vac, entspr. Us=8,5V).  Uz=1,7V



6. Stückliste
Stückliste Alkali-Refresher (Bauteile für zwei Ladekreise)

   2x 20R Widerstand 0,5 Watt (5%)
 10x 1N4448  Si Standarddiode 100mA
   2x 1N4001  Si Leistungsdiode 1A

    2x LED rot 5mm (normal current, 10..20mA)
    2x 470R Widerstand 0,25W
    1x 4700µF / 6,3V  Elektrolytkondensator
    1x Netztrafo 6V / 5VA
    1x Batteriehalter
    1x 400mA / flink  Glasrohrsicherung 5x20mm




7. Test
Ein Elektrolytkondensator  4700µF / 6,3V  kann zu Testzwecken als "ideale Batterie von extrem geringer Kapazität" eingesetzt werden.
In der Schaltung sollte er sich dann in kurzer Zeit auf etwa 2 Volt aufladen.
Dieser Wert lässt sich aus der Differenz der Dioden-Schwellspannungen herleiten:
Udiff = -0,7V + (5 * 0,7V ) = 2,8V
Mit dem Leistungsfaktor für sinusfömige Spannungen (Wurzel 2 = 1,414) erhält man dann jene Effektivspannung, die am Kondensator tatsächlich zu messen war:
Ueff = 2,8V / 1,4 = 2V
An der realen Alkali-Zelle kommen selbstverständlich noch ohmsche Verluste und natürlich das elektrochemische Potenzial der Zelle als Gegentrend hinzu.
In der Praxis stellt sich der Gleichgewichtszustand bei etwa 1,6V...1,75V ein.
Eine Strommessung in Reihe zum Ladekreis bestätigt:
Bei "vollem" Kondensator oder "voller" Batterie fließt praktisch ein reiner Wechselstrom, nahezu ohne DC-Anteil.



8. Aufbautipps
Angesichts von unverschämten Gehäusepreisen und zweifelhaften Batteriehaltern kann ich nur jedem, der ein Ladegerät für Standardbatterien bauen will, empfehlen:
Holen Sie sich ein handelsübliches Billigladegerät für € 5,-  und bauen Sie's Ihren Wünschen entsprechend um!
Da haben Sie ein schickes Gehäuse mit Netztrafo, praxistauglichen Batteriehaltern und ein paar anderen Teilen, die man sogar noch weiterverwenden kann.
Meine Aufbauvariante für das MW398-GS ( erhältlich unter anderem bei [5] ) ist in Bild 1 zu sehen.
Aus Gründen der mechanischen Stabilität habe ich die Original-Platine im Gerät belassen, weitgehend "entstückt" und unerwünschte Verbindungen auf der Leiterplatte ausgefräst.
LEDs und Netztrafo des Originalgerätes wurden weiterverwendet.
Und darüber hinaus auch die Testschaltung mit Glühlämpchen und Umschalter sowie der in diesem Gerät separat angelegte 9V Ladekreis - bitte nicht irritieren lassen.
Aktuelle Anmerkung:
Das Gerät wurde inzwischen von einigen Leuten nachgebaut und funktionierte auch dort in der erwarteten Weise.
Die oben gezeigte Aufbauvariante für das MW398 muss nicht der Weisheit letzter Schluss sein...
Beachten Sie auch, dass möglicherweise unterschiedliche Platinenversionen von diesem Gerät existieren.
Maßgeblich ist immer der Stromlaufplan.
Im Zweifelsfall kann eine "fliegende Verdrahtung" durchaus die bessere Variante darstellen.
Lose Teile sollten dann mit Silikon oder Heißkleber fixiert werden.




9. Erfahrungen

9.1 Batterie-Strategie

Die bekannten Tipps zu Alkali-Akkus haben sich auch beim Umgang mit den chemisch identischen Alkali-Primärbatterien bewährt:
Zelle nur bis etwa minimal 1 Volt Zellspannung entladen, dann wiederauffrischen.
Viele Elektronikgeräte geben ohnehin schon bei 1,3...1,1 Volt Klemmenspannung auf.
Möglichst nur Zellen verwenden, die einen intakten und hochwertigen Einduck machen; empfehlenswert sind auslaufsichere, versiegelte Exemplare ("Industriebatterien").
Bei ausgelaufenen oder hochohmig gewordenen Zellen bringt auch ein Wiederauffrischen nicht mehr viel...
Erfolgreich wiederaufgefrischte Zellen mit Farbpunkten markieren; da behält man den Überblick, wie oft die Dinger tatsächlich wiedergefrischt werden konnten.
Unterschiedliche Hersteller, unterschiedliche Wiederauffrischbarkeit.
Selbst unter vergleichbaren Bedingungen. Besonders negativ fielen bei meinen Versuchen die Produkte mit dem "Kupferkopf" durch.
Vermutlich chemische Additive, die beim einmaligen Gebrauch eine erhöhte Leistungsausbeute ermöglichen, aber die Regenerierbarkeit verschlechtern. Pfui, D***CELL, pfui!

9.2 Experimente
Dazu habe ich die meisten Exemplare der Größe Mignon aus öffentlichen Sammelbehältern bezogen.
Diese Batterien waren also nach Ansicht ihrer Vorbesitzer "leer".

Etwa 90% der Fundstücke hatten noch eine Leerlaufspannung von mindestens 1,0V.
Diese Kandidaten wurden der 24 bis 48-stündigen "Standardprozedur" mit dem beschriebenen Gerät unterzogen.
Von den so behandelten Zellen erreichten etwa 3/4 (75%) wieder die Nennspannung von 1,5V.
Der Rest brauchte eine längere Behandlung.
Es gab nur wenige "Ausreißer", bei denen tatsächlich nichts mehr zu machen war.
Probleme mit Überhitzung oder auslaufendem Elektrolyt gab es nicht einmal bei denjenigen Zellen, die letztlich unbrauchbar waren.
Etwa 2/3 der erstmals wiederaufgefrischten Zellen waren nach der Prozedur wieder ganz normal belastbar.*)
Die etwas schlapperen Exemplare können mitunter noch jahrelang in Kleinstverbrauchern, wie Wanduhren, Wecker, Multimeter usw. eingesetzt werden.
*) Von mir bisher nur "qualitativ" getestet, indem ich die Zellen in Verbrauchern mit mittlerem Strombedarf (Discman, Gameboy, LED-Lampe) weiterbenutzt habe.
Ein Großteil der wiederaufgefrischten Zellen zeigte keinen Kapazitätsverlust gegenüber "Neuware".
Mit diesen Exemplaren war ein mehrfaches Wiederauffrischen besonders gut möglich.


9.3 Ladezeiten
Beim Wiederauffrischen von Primärbatterien kann man nicht von Ladezyklen im eigentlichen Sinne sprechen.
Man verzichtet ja bewusst auf eine Ausnutzung der vollen Kapazität, damit die elektrochemischen Vorgänge noch weitgehend umkehrbar bleiben und die Zelle anschließend umso besser wiederaufgefrischt werden kann.
Außerdem halten es viele Hersteller für unnötig, ihre Primärbatterien mit einer realen Kapazitätsangabe auszuzeichnen.
Der Kunde soll die Batterie mit den leistungsstärksten Sprüchen kaufen und keine objektiven Vergleiche anstellen...
Mit dieser dürftigen Datenbasis ist immerhin folgende Milchmädchenrechnung möglich:
Davon ausgehend, dass die meisten Mignonzellen der unteren und mittleren Preisklasse unter realen Bedingungen so etwa 1000mAh liefern können, diese aber zwecks beabsichtigter Wiederauffrischung nur etwa zur Hälfte ausgenutzt werden, setze man für die

Kapazität einer wiederaufzufrischenden Mignonzelle etwa 400 .. 500mAh an.
Mit maximal 30mA effektivem Ladestrom und unter Berücksichtigung von 40% Verlusten (C/14-Ladung) kommt man dann eben auf Mindest-Ladezeiten von:

420mA / 14 = 30mA
0% Verluste 14h
40% Verluste  + 5,6h
Ladezeit = 14,0 + 5,6h =19,6h

Aber es kann auch mal schneller gehen...
Im Zweifelsfall lieber öfter die tatsächliche Spannung messen.
Beim Erreichen von 1,55 Volt Leerlaufspannung ist die Zelle wieder "frisch".



9.4 Zusammenfassung
Das vorgestellte Verfahren versucht, die Zellenchemie von Alkali-Mangan-Primärbatterien durch Wechselstrom anzuregen, um auf diese Weise ein effektiveres Wiederauffrischen zu ermöglichen.
Der beim Autor verwendete Prototyp wurde über einen längeren Zeitraum mit gutem Erfolg eingesetzt.
Dabei kam es übrigens kein einziges Mal zu einem Auslaufen von Zellen oder gar "Explosionen"...

Aber es wird ja so viel behauptet.
Des öfteren hört man ja aus von der Industrie bezahlten Quellen immer mal wieder die Behauptung, ein Wiederauffrischen sei "unrentabel"...
Nun, es wird sicher in naher Zukunft empfindliche Tariferhöhungen geben, aber NOCH kostet die Kilowattstunde aus dem öffentlichen Verbundnetz etwa 16...19 Cent, für Großverschwender oft nur 7 Cent.

Zum Vergleich:
Eine handelsübliche Mignonzelle (1,5V, 1000mAh) kann günstigenfalls 1,5 Wattstunden an elektrischer Arbeit verrichten und kostet mindestens 25 Cent.
Wieviel würde wohl eine ganze Kilowattstunde, elektrochemisch erzeugt, kosten?
  1000 Wh / 1,5 Wh ) * 0,25 € = € 166,67 / kWh

Batteriestrom ist also gut und gern 1000x teurer, als Netzstrom...
Da lohnt sich nun wirklich JEDES mit Netzstrom betriebene Ladeverfahren, auch wenn sich die Primärbatterie damit nur ein- oder zweimal wieder auffrischen lässt!
Hauptkostenfaktor ist zweifelsohne die Investition (oder der Selbstbau ;-) eines geeigneten Ladegerätes.
Das hier zum Alkali-Refresher umgerüstete Tischgerät MW398-GS ist nach wie vor bei [5]  für € 4,95  zu haben.

Und noch ein Preisvergleich:
4er-Pack alkalische Mignonbatterien  kostet zwischen € 1,- (No-Name-Hersteller) und sagenhaften € 4,- (Markenhersteller).
24-stündige Refresh-Sitzung über Ladegerät mit 5W Nennleistung  kostet etwa 2,2 Cent (20 ct/kWh).


[1] Umfassender Wikipedia-Artikel über Alkali-Mangan-Zellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-Mangan-Batterie
[2] Die sehr informativen Seiten Rolf Zinnikers: http://www.ife.ee.ethz.ch/~zinniker/batak/#batak_chemie
[3] Allgemeines zur Alkali-Mangandioxid-Zelle (Englisch): http://www.duracell.com/oem/Pdf/others/ATB-full.pdf
[4] Elektor Doppelheft 7-8/1995, S.52f
[5] www.reichelt.de


Quelle:
http://jtxp.org/tech/alkalirefresher.htm





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Die Batteriegrößen / Batteriebezeichnungen



Um welche Art von Batterie es sich handelt lässt sich auch an der Bezeichnung der Batterie erkennen. Die bzw. der Anfangsbuchstabe steht für folgende Batterieart:

  • R  steht für Zink-Kohle-Batterie
  • LR  steht für Alkali-Mangan-Batterie
  • L  steht für Lithium Batterien
Zink-Kohle-Batterien (ZnC)
Werden hauptsächlich in Geräten verwendet , die keine hohen Anforderungen an die Dauerleistung einer Batterie stellen, z.B. Wecker, Uhren, Taschenrechner.  Je nach Anwendung halten Sie jedoch nur einen Bruchteil der Zeit, die Alkali-Mangan-Zellen schaffen. Steigende Ansprüche an Energie und Leistung verdrängen jedoch diesen Batterie-Typ.

TypIEC-Bezeichnung AlkalineIEC-Bezeichnung Zink-KohleANSI-NormPanasonic-BezeichnungVolt
MicroLR03R03AAAS1,5 V
MignonLR6R6AAM1,5 V
BabyLR14R14CL1,5 V
MonoLR20R20DXL1,5 V
9-V-Block6 LR616 F221604 DXXL9 V

https://www.derbatterieladen.de/Batterien/Welche-Batterie-wofuer



DIN EN 61960:
Akkumulatoren und Batterien mit alkalischen oder anderen nichtsäurehaltigen
Elektrolyten – Lithium-Ionen-Akkumulatoren und – Batterien für tragbare Geräte
(IEC 61960:2003),
Deutsche Fassung EN 61960:2004





Ratgeber Batterien und Akkus - Umweltbundesamt


Nutzung und Lagerung von Lithium-Ionen- / Lithium-Polymer-Akkus (Li-Ion-Akkus)
Auf den „richtigen“ Umgang kommt es an.
Ganz besonders gilt dies für Li-Ion-Akkus.
Ein  unsachgemäßer Gebrauch kann zur Lebensdauerverkürzung führen.
Man spricht in diesem Zusammenhang von irreversiblen Kapazitätsverlusten, da dem Akku unwiderruflich Kapazität verloren geht.
Beim nächsten Ladevorgang steht sie nicht mehr zur Verfügung.
Wie Sie als Verbraucher diese irreversiblen Kapazitätsverluste teilweise gezielt beeinflussen können, erfahren Sie in diesem Abschnitt.

Die Temperatur, die während des Einsatzes herrscht, hat großen Einfluss auf die Lebensdauer des Akkus.
Temperaturen von 10 .. 25°C sind ideal.
Umgebungstemperaturen unter halb von - 20°C und oberhalb von + 50°C mindern die Lebensdauer ihres Akkus insbesondere durch Zersetzung des Elektrolyten
(Austrocknung).

Typische Vorgänge, die den Akku langfristig schädigen können, sind die Aufbewahrung des Akkus im aufgeheizten Auto oder das Belassen des Akkus im Laptop, wenn stets nur am Netz gearbeitet wird.

Vermeiden Sie Dauerladung, Überladung und Überentladung unter die Minimalspannungsgrenze, soweit Sie dies beeinflussen können.
Akkus sollten demnach nach Abschluss des Ladevorgangs vom Netz genommen werden.
Der Überentladung, die bei längerer Lagerung des Akkus eintreten könnte, können Sie mit einem Ladevorgang entgegen wirken.

Geringe Zyklentiefen (Teilzyklus) verlängern die Lebensdauer ihrer Li-Ion-Akkus.
Warten Sie deshalb nicht, bis Ihr Akku vollständig entladen ist, also 100% Zyklentiefe erreicht werden, sondern laden Sie ihn am besten schon früher wieder auf.
Der von NiMH und NiCd-Akkus bekannte Memory- oder Lazy-Effekt tritt bei Li-Ion-Akkus nicht mehr auf, zusätzliche Auffrischungszyklen mit Komplettentladung sind unnötig.
Da jeder Zyklus zu irreversiblen Kapazitätsverlusten führt, würde dies die Lebensdauer sogar verkürzen.

Über die irreversiblen Kapazitätsverluste hinaus – die während der Nutzung entstehen –, altern Li-Ion-Akkus auch unabhängig davon mit dem Lauf der Zeit.
Dieses beson dere Merkmal des Li-Ion-Akkus wird als kalendarische Alterung bezeichnet.
Achten Sie beim Kauf – soweit dies möglich ist – auf das Herstellungsdatum.
In der Regel endet die Lebensdauer – entsprechend der Auslegung – nach etwa 5 Jahren.
Akkus auf Vorrat zu erwerben, ist folglich wenig sinnvoll.
Die kalendarische Alterung wird bei hohen Lagertemperaturen stark begünstigt.
Niedrige Lagertemperaturen wirken sich daher positiv auf die Lebensdauer der Akkus aus.
Lagern Sie Li-Ion-Akkus möglichst nicht bei Temperaturen oberhalb der Raumtemperatur.
Während der Lagerung der Akkus („Überwintern“) treten die geringsten irreversiblen Kapazitätsverluste bei einem Ladezustand im Bereich von 30.. 40% auf.
Die Selbstentladung ist zwar gering, eine Tiefentladung während der Lagerung sollte jedoch möglichst vermieden werden.
Empfehlenswert ist daher ein Nachladen nach spätestens 6 Monaten.
Ladezustände oberhalb der 40% verkürzen die Lebensdauer des Akkus.

Nutzung und Lagerung von Nickel-Metallhydrid- und Nickel-Cadmium-Akkus
Nickel-Cadmium- (NiCd-) und Nickel-Metallhydrid- (NiMH-)Akkus sind mit Blick auf die
Alterungsmechanismen relativ unempfindlich.
Da beide Akkusysteme in ihrem Aufbau nahezu identisch sind, stellen wir sie in diesem Unterkapitel zusammengefasst dar.

Memory-Effekt (bei NiCd-Akkus) und Lazy-Effekt (bei NiMH-Akkus) sind für viele das Synonym für Alterung und Lebenszeitverkürzung.
Sie treten immer dann in Erscheinung, wenn der Akku nur teilweise entladen (geringe Zyklentiefe) und dann wieder aufgeladen wird.
Die nutzbare Spannung und folglich auch die verfügbare Kapazität sinken.
Der Akku versagt zu diesem Zeitpunkt frühzeitig seinen Dienst.
Beide Effekte schädigen den Akku jedoch nicht langfristig.
Sie verkürzen nicht die Lebenszeit des Akkus, sondern sind durch vollständiges Entladen und Wiederaufladen vollkommen reversibel.

Trotz des Lazy-Effekts wird empfohlen, NiMH-Akkus möglichst nur teilweise zu entladen (geringe Zyklentiefe), da hohe Zyklentiefen im Gegensatz zum Lazy-Effekt zu irreversiblen Kapazitätsverlusten führen.

Die mechanische Belastung, die der Akku erleiden muss, steht in direktem Zusammenhang mit der Zyklentiefe.
Es gilt: Je kleiner die Zyklentiefe, desto geringer die irreversiblen Kapazitätsverluste.
Messungen haben beispielsweise ergeben, dass Zyklentiefen von 20 statt 100%, eine Vervierfachung des möglichen Ladungsumsatzes erlauben.
Da also Zyklentiefen möglichst gering gehalten werden sollten, ist ein Restentladen vor dem Wiederaufladen nicht sinnvoll.

Fazit:
Es gilt also abzuwägen:
Benötigt man die maximale verfügbare Kapazität (beispielsweise bei eingeschränkter Lademöglichkeit) des Akkus, dann ist es sinnvoll, den Akku vollständig zu entladen und wieder aufzuladen.
Im Umkehrschluss führt dies jedoch zu einer kürzeren Lebensdauer.


Um den Memory- und Lazy-Effekt zu mildern, genügt es, wenn der Akku alle 3 Monate (gebrauchsabhängig) vollständig entladen und wiederaufgeladen wird.

Während der Nutzung (zyklischer Betrieb) liegt die Temperatur idealerweise im Bereich von 10 bis 25°C.
Darüber hinaus verringert sich die Lebensdauer pro 10°C um ca. 50%.

Lassen Sie einen geladenen Akku ungenutzt liegen, so sinkt die entnehmbare Ladung durch die sogenannte Selbstentladung.
Die Selbstentladung bei NiMH- und NiCd-Akkus beträgt in etwa 25% pro Monat.
Es gibt auch neuere NiMH-Systeme/Akkus, sogenannte LSD-Akkus (NiMH-LSD SANYO eneloop) , die eine stark verringerte Selbstentladung besitzen.
Das Besondere dieser LSD-NiMH-Akkus mit geringer Selbstentladung ist im Kapitel „Worauf es beim Batteriekauf ankommt“ beschrieben.

Die Selbstentladung steht im direkten Zusammenhang mit der Lagertemperatur.
Es gilt:
Je höher die Lagertemperatur, umso höher die Selbstentladung.
Es empfiehlt sich, Akkus trocken und bei Zimmertemperatur zu lagern.
Vermeiden Sie Temperaturen oberhalb von 30°C.
Weitere mögliche Besonderheiten zur Lagerung entnehmen Sie der Gebrauchsanleitung ihres Akkus/Gerätes.

Aufgrund der Selbstentladung haben bestimmte Ladegeräte eine sogenannte Erhaltungsladungsfunktion, in der die Akkus so lange verbleiben können, bis sie mit voller
Leistung wieder in Betrieb gehen.
Dies bedingt in der Regel aber einen ständigen Stromverbrauch des Ladegerätes.
Darüber hinaus begünstigen erhöhte Temperaturen und Erhaltungsladebetrieb bei NiCd-Akkus die Bildung von Cadmium-Dendriten, die im Ergebnis zu einem Zellkurzschluss führen können.
Daher verzichten Sie möglichst auf die dauerhafte Erhaltungsladung.
Laden Sie Ihre Akkus am besten erst kurz vor der geplanten Nutzung.
Lagern Sie Ihren Akku nicht im vollständig entladenen Zustand.
Ladezustände ab 10% reduzieren die Lebensdauer nicht.
Entfernen Sie Ihren Akku aus dem Elektronikgerät bzw. E-Bike, wenn es längere Zeit nicht gebraucht wird, um alle potentiellen Verbraucher vom Akku zu trennen.
Dies gilt nicht für fest eingebaute und schwer entnehmbare Akkus, beispielsweise in elektrischen Zahnbürsten.

Empfehlung für wiederaufladbare Alkali-Mangan-Batterien (RAM)
Vermeiden Sie eine vollständige Entladung.
Laden Sie Alkali-Mangan-Batterien (RAM) öfter auf, um dadurch die Lebensdauer zu verlängern.
Achten Sie auf ein geeignetes Ladegerät für diese wiederaufladbaren Alkali-Mangan-Batterien!











Quelle:
mailto:uba@broschuerenversand.de
http://www.umweltbundesamt.de/abfallwirtschaft/battg/index.htm

~300_a_fritz-x_Batterien und Akkus - Ihre Fragen und meine Antworten (52 Seiten)_1a.pdf





Über 99% aller batteriebetriebenen Geräte, welche mit "normalen" 1,5V Alkaline- oder Zink-Kohle-Batterien funktionieren, sind ebenso für den Betrieb mit NiMH-Akkus geeignet. Man spricht zwar bei "normalen Batterien" immer von 1,5V und bei NiMH-Akkus nur von 1,2V Nennspannung, dies ist aber nur die halbe Wahrheit. Während die Spannung einer vollen Alkaline-Batterie anfänglich sogar über 1,5V liegt, sinkt die Spannung im Laufe des Batterielebens kontinuierlich bis auf 0,8V ab. Ein NiMH-Akku hat im Vollzustand ca. 1,4V, hält sich dann aber sehr lange auf einem gleichmäßigen Niveau von 1,2-1,3V, bevor er dann am Ende ziemlich schnell unter 1,0V abfällt. 

Nun gibt es aber noch vereinzelt Geräte - meist sind es recht alte -, die zur Funktion mindestens 1,3V benötigen. Diese erreichen dann mit NiMH-Akkus nur eine kurze Betriebszeit. Ein anderes, vereinzeltes Problem kann aber auch sein, dass die Batteriezustandsanzeige von Geräten, wie z.B. Digitalkameras, auf die Spannung von Alkaline-Batterien angepasst ist und dann volle NiMH-Akkus als leer angezeigt werden.


Grundsätzlich ist ein Austausch möglich und aus Kosten- und Umweltgründen sinnvoll. Geräte wie beispielsweise Digitalkameras, MP3-Player, Spielzeug, Lampen usw. sind in der Regel so ausgelegt, dass eine einwandfreie Funktion bis zu einer Zellspannung von ca. 0,9V pro Einzelzelle gewährleistet ist. Somit ist sichergestellt, dass auch ein Akku mit einer Zellspannung von 1,2V im Vergleich zu Einwegbatterien mit 1,5V keinerlei Nachteile hat.

Beide Akkutypen können beliebig gegeneinander ausgetauscht werden, da beide Zelltypen die gleiche Basisspannung haben. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass nur Zellen eines Akkutyps sowie eines Herstellers im Gerät verwendet werden. Mischbestückungen von Zellentypen (NiCd/NiMH) sollten vermieden werden.






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Bezeichnung         ANSI  
IEC-NORM     IEC-Typ                                          Abmessungen 
                           Zink-Kohle   Alkaline   NiMH   Lithium   Lithium-Eisensulfid
        500mAh      AAAA                LR8                                              Dm08x42mm
Lady                N      R1           LR1        HR1    BR CR ER                       Dm12x29mm
Micro  1250mAh      AAA    R03          LR03       HR03   CR03 
    FR03                 Dm10x44mm
Migno  2900mAh      AA     R6           LR6        HR6    CR6       FR6                  Dm14x50mm  LR6 €0,25/Stk.
Baby                C      R14          LR14       HR14                                  Dm25x50mm
Mono                D      R20          LR20       HR20                                  Dm33x61mm
LS-14250 1200mAh 1/2AA   3,6V                             LS-14250                       Dm14,5x26mm
CR123A   1500mAh         3,0V                             CR123A                         Dm17x34,5mm
Alkaline     12,0V  A23    R932        8LR932/—                                          Dm10x28mm
Block         9,0V  1604D  R61         6LR61       HR22  6CR61     6F22                 48x26x16mm
Flachbatterie 4,5V  —      R12         3LR12/—                                          61x64x21mm
Flatpack      6,0V  J      R61         4LR61/—                                           35x47x9mm

Typ    entspricht                  Zellenspannung  Abm.  1          Kapazität    Tagespreis 2018
11A    LR11, MN11, L1016            6,0V           10,0x16,0mm      50 mAh       € 1,15
23A    V23GA, MN21, 8LR932, L1028  12,0V           10,0x28,0mm      38 mAh       € 4,95 5 Stk
23A    LR23, MN21, L1028, 8LR932   12,0V           10,6x28,5mm      47 mAh       € 0,99
27A    L828, MN27, L808            12,0V            7,7x28,0mm      20 mAh       € 0,99
27A    LR27, MN27, L808            12,0V            8,0x28,2mm      18 mAh       € 0,99 2 Stk                 
AAAA   AAAA, LR8D425, E96           1,5V            8,3x41,5mm     550 mAh       € 1,95
AAAA   LR8, MN2500, LR61, 25A       1,5 V           8,3x41,5mm     500 mAh       € 1,45 2 Stk.
29A    LR29, MN29, L822             9,0V            8,0x22,1mm      18 mAh       € 1,20
14LR44 A544, V4034PX, PX28A         6,0V           12,6x24,0mm      38 mAh       € 1,55
14R25X 4R25X                        6,0V           67,0x115x67mm  8500 mAh       € 4,50
4R25C  4R25                         6,0V           67,0x115x67mm  7000 mAh       € 2,95
4R25   4R25                         6,0V           66,0x115x66mm  9000 mAh       € 2,95



Batterie-Bezeichnung
Es gibt viele Arten von Batteriebezeichnungen.
Die ursprüngliche Bezeichnung nach der alten ANSI-Norm gilt heute nur noch als reine Größenbezeichnung
Die aktuelle Norm für die Bezeichnung von Batterien ist die IEC-Norm.
Dabei entspricht der 1. Buchstabe dem elektrochemischen System der Zelle:
ohne = Zink-Kohle-Batterie     L = Alkaline-Batterie      H = NiMH-Akku (eneloop)         B, C. E, F = Lithium-Batterie (je nach Kathodenmaterial)        S = Silberoxid
Der 2. Buchstabe bezeichnet die Bauform:
R = Rundzelle   /   F = Flachzelle   /   S = rechteckige Zelle  (eher selten eingesetzt)
Besonders interessant sind die 1,5V Lithium-Eisensulfid-Zellen mit den Bezeichnungen FR03 und FR6, die von der Bauform und der Spannungslage kompatibel zu Standard-Alkaline-Batterien (LR03, LR6) sind.
Diese Batterien sind bis zu 20 Jahre lagerfähig, auslaufsicher und bieten bei Langzeitanwendungen eine extrem hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit.
Obwohl Alkaline-Batterien im Vergleich zu einfachen Zink-Kohle-Batterien auslaufsicherer sind, neigen diese bei langjährigem Einsatz durchaus zum Auslaufen.
Insbesondere wenn eine Tiefentladung nicht ausgeschlossen werden kann.
Für Anwendungen mit geringen Leistungsaufnahmen (z. B. Fernbedienungen, Wanduhren usw.) oder seltener Nutzung (z. B. Notfall-Taschenlampen) sind zwar vom Energiebedarf oft einfache Zink-Kohle-Batterien ausreichend, aber insbesondere bei diesen Anwendungen sollte man auf sehr auslaufsichere Batterien achten.
Über einen langen Nutzungszeitraum ist es nicht sinnvoll, ein paar Cent einsparen zu wollen und dabei die Zerstörung des Geräts durch auslaufende Batterien zu riskieren.
Hier sind die hochwertigen 1,5V Lithium-Batterien FR6 die erste Wahl.
Billig kann am Ende sehr teuer werden ! ! ! Habe mir schon einige Meßgeräte dadurch versaut !




Lithium-Batterien
Nicht nur bei Lithium-Akkus, sondern auch bei Lithium-Primärzellen (Einwegbatterien) besteht aufgrund der Vorteile dieser noch recht jungen Technologie ein großes Marktwachstum.
Lithium-Batterien sind bei ordnungsgemäßen Umgang als sicher anzusehen und nur bei falschem Umgang besteht ein höheres Gefährdungspotenzial als bei anderen Batterie-Technologien.
Für einen sicheren Umgang sind mechanische Beschädigungen.
Kurzschluss und zu starke Erwärmung, z. B. durch direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
Die optimale Lagertemperatur von Lithium-Batterien liegt im Bereich von 10 bis 25°C.
Besonders die 1,5V Lithium-Eisen-Disulfid-Batterien in den Baugrößen AA und AAA bieten erhebliche Vorteile im Vergleich zu einfachen Zink-Kohle-, aber auch zu Alkaline-Batterien.
• Hohe Kapazität und hohe Leistung
• Flache Entladekurve bei hoher Spannungslage
• Geringes Gewicht
• Äußerst geringe Selbstentladung und extrem lange Lagerfähigkeit (bis zu 20 Jahre)
• Auslaufsicher
Da bei Alterung andere Batterie-Technologien zum Auslaufen neigen, bietet sich der Einsatz besonders in Geräten an, die mit einer Batterie bzw. einem Batteriesatz eine sehr hohe Lebensdauer haben,
wie z. B. Fernbedienungen. Uhren, Taschenrechner usw., selbst wenn für den Energiebedarf einfache Zink-Kohle-Batterien ausreichen würden.
Wenn es z. B. bei Alkaline-Batterien nach längerem Einsatz zu Leckagen kommt, können billige Batterien im Endeffekt sehr teuer werden.
Im ungünstigsten Fall führt das zur Zerstörung des Geräts.


C Lithium-Mangan-Zelle (z.B. CR14250)
E Lithium-Thionylchlorid-Zelle (z.B. ER14500)
F Lithium-Eisensulfid-Zelle (z.B.FR6, FR03)
H Wiederaufladbare NiMH-Akkus (z.B. HR6, HR03)
K Wiederaufladbare NiCd-Akkus (z.B. KR14)
L Alkali-Mangan-Zelle (z.B. Alkali-Mangan-Zelle LR6, LR03)
M Quecksilberoxid-Zelle (z.B. Foto-Knopfzelle MR50)
N Mangan-Quecksilberoxid-Zelle (z.B. 4NR52)
P Zink-Luft-Zelle (z.B. Hörgeräte-Knopfzelle PR44, PR48)
RA RAM Wiederaufladbare Alkaline-Mangan-Zelle (z.B. RA6, RA03)
S Silberoxid-Zelle (z.B. Uhren-Knopfzelle SR44, SR43)

https://www.accu3000.de/storage/app/media/info/Akkus_und_Batterien/Vergleichsliste_Knopfzellen_und_Batterien.pdf





DIN A4 ausdrucken
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Impressum: Fritz Prenninger, Haidestr. 11A, A-4600 Wels, Ober-Österreich, mailto:schaltungen@schaltungen.at
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